Sozialverband nur noch mit einem Notvorstand

Kay Kürschner: „Rücktrittsschreiben liegt mit nicht vor.“

ALTENA -  Seit dem Jahreswechsel verfügt der Ortsverein Altena im Sozialverband Deutschland e.V., SoVD, nur noch über einen Notvorstand. Mit Datum vom 31. Dezember erklärten die bisherigen zweite Vorsitzende Monika Fenske, ihr Ehemann Klaus sowie Elisabeth Hüttebräuker ihre Rücktritte von allen Ämtern und Funktionen.

Die beiden Letztgenannten fungierten über viele Jahre als Beisitzer im Vorstand. Monika Fenske selbst hatte noch das Amt der Frauensprecherin inne.

Kay Kürschner, der dem Altenaer Verband, dem mehr als 1 000 Mitglieder angehören, als Vorsitzender vorsteht, sagte auf Anfrage, ihm liege noch kein Schreiben der Vorstandskollegen vor. Er habe aber von ihrem Schritt gehört. Im Februar stünden turnusmäßig Wahlen zum Vorstand an, dann werde der SoVD Altena sich neu aufstellen. Weiter wollte er nichts zu diesem Schritt sagen.

Monika Fenske wurde da schon deutlicher. Sie machte ihren Rücktritt, den ihres Mannes und den Rückzug von Elisabeth Hüttebräuker einzig am Verhalten von Kay Kürschner fest. Mit dem sei eine gedeihliche und vor allen Dingen arbeitsteilige Zusammenarbeit im SoVD-Vorstand nicht möglich. Sie sagte auch, sie selber hätte ihn schriftlich über den Rücktritt informiert. „Bis jetzt habe ich aber noch nichts gehört. Es gab kein klärendes Gespräch.“

Kürschner werfen die Eheleute Fenske mangelndes Führungsverhalten, eine Vereinsführung mit der linken Hand und fehlendes Engagement vor. Es sei eben nicht damit getan, sich bei den regelmäßigen Mitgliederzusammenkünften hinzustellen und Reden zu schwingen. Man müsse auch etwas tun. Von falschen Anschreiben, dem ständigen Durcheinanderbringen von Terminen und nicht gehaltenen Absprachen ist die Rede.

Monika Fenske: „Ich habe gern für die Mitglieder gearbeitet. Es hat mir unheimlich Spaß gemacht und ich danke – auch im Namen meines Mannes und Elisabeth Hüttebräukers’ – für das uns entgegen gebrachte Vertrauen in all den Jahren.“

Sie sei nicht im Streit gegangen, das sei nicht ihre Art, aber mit Kürschner könne und wolle sie nicht mehr zusammen arbeiten. Sie selbst sagte, turnusmäßig stünden Vorstands-Wahlen im März an. „Wenn mich die Mitglieder dann wieder wollen, wäre ich unter anderen Konstellationen auch bereit, wieder einzusteigen.“

Alle wüssten es – nur die eigenen Vorstandsmitglieder nicht, merkte sie abschließend in Richtung Kay Kürschner an. Der strebe offenbar den SoVD-Kreisvorsitz an, weil der bisherige Amtsinhaber sein Amt abgebe. Wenn er dort aber auch so wenig aktiv sei, wie in Altena, dann sähe sie schwarz für die Arbeit des SoVD. -

von Johannes Bonnekoh

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