Oldtimer halten zum Lunch in der Stadt

Chrom und roter Lack: Ein Hingucker reihte sich auf dem großen Parkplatz an den anderen. Foto: Hornemann

Altena - Fotoapparate klickten und schöne Erinnerungen ans erste eigene Auto kamen auf, als die Mitglieder des Märkischen Automobilclubs (MAC) vorfuhren. Ihre touristische Fahrt „Rallye rund ums Schloss“ zog am Montag auch Blicke in Altena auf sich. Die 113 Teilnehmer machten Mittagspause auf der Burg.

Pendelverkehr zwischen Langem Kamp und Innenstadt: Aus edlen Mercedes-Karossen stiegen hungrige Oldtimer-Fahrer aus und steuerten den Burgaufzug an. „Wir könnten den Fußweg natürlich auch schaffen“, erklärte MAC-Vorsitzender Timo Goldau lachend. „Aber wir haben nur 90 Minuten Zeit für die Mittagspause und es würde für die Teilnehmer sonst alles sehr knapp.“

Das Hagener Autohaus Mercedes Jürgens hat als Partner des Clubs deshalb den Shuttle zur Verfügung gestellt. Die Tour hat die Oldtimer-Fahrer an schönen Strecken des Sauerlands entlang geführt. Sowohl Youngtimer, als auch Fahrzeuge, die vor Kriegsbeginn gebaut wurden, fuhren mit. Pferdestärken zählten nicht. „Bei dieser Rallye gewinnt nicht der Schnellste, sondern derjenige, der alle Aufgaben auf dem Weg löst“, erklärte Timo Goldau.

Wie bei den touristischen Fahrten, die der Altenaer Motorsportclub auch regelmäßig anbietet, mussten Ortseingänge und Dörfer in der richtigen Reihenfolge passiert werden. Als stumme Kontrolle darüber, ob anhand der Pfeilangaben in der Bordkarte der richtige Weg genommen wurde, dienten „Baumaffen“. Das sind Markierungen am Wegesrand, die von den Fahrern aufgespürt werden müssen. Es galt auch, Motive zu finden, die in der Karte abgedruckt sind. Mogeln, indem der Fahrer eine Abkürzung nimmt, wurde so ausgeschlossen.

Auch mit der jüngsten Altenaer Stadtgeschichte mussten sich die Teilnehmer der „Rallye rund ums Schloss“ auskennen: Wann der Burgaufzug eröffnet wurde, wollte der Märkische Automobilclub von den Teilnehmern wissen. Organisierte Oldtimer-Fahrer aus dem Märkischen Kreis wissen das bestimmt. Die Ruhrgebietler, die auch an der Fahrt teilnehmen, mussten hingegen Einheimische fragen.

Die muss man nicht lange suchen, denn mit jedem Oldtimer, der auf den Langen Kamp vorfuhr, füllte sich auch der Großparkplatz mit Schaulustigen, die einmal einen Blick auf die schönen und gepflegten Autos werfen wollten. „Es ist alles dabei“, sagte Timo Goldau. „Porsche, Mercedes, BMW, Jeep und alte Landcruiser. Zu uns kommen auch immer mehr Youngtimer-Interessenten. Das hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen“, so Goldau, als sein Handy klingelte und ihn ein Hilferuf ereilte: Ein Fahrzeug war liegengeblieben. Der MAC-Vorsitzende eilte sofort als Pannenhelfer zur Stelle. Auch das gehört unter Oldtimer-Fans zum Service.

Abends wurde am Schloss Hohenlimburg, wo die Fahrer am Morgen gestartet waren, der Sieger der vierten MAC-Rallye gekürt. Mehr Teilnehmer als in den Vorjahren hatten sich dafür angemeldet. „Der Burgaufzug war ein Zugpferd“, freut sich Timo Goldau. Gut gestärkt kehrten die ersten Fahrer zum Langen Kamp zurück und traten die Weiterreise an. Fröhliches Abschiedswinken sind sie gewohnt. - von Ina Hornemann

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