Finanzspritze vom Land

Alltagshelferinnen entlasten Kita-Personal

Alltagshelferin Monika Christ arbeitet derzeit Vollzeit in der Johanniter-Kita Zwergenburg in Altena.
+
Alltagshelferin Monika Christ arbeitet derzeit Vollzeit in der Johanniter-Kita Zwergenburg in Altena.

Corona hat den Erziehern in den Kitas viel Arbeit beschert. Um sie zu entlasten, arbeiten nun Alltagshelferinnen in den beiden Johanniter-Kitas in Altena mehr mit. Möglich ist das durch Geld vom Land. Doch das Förderprogramm läuft bald aus.

Altena – Dank Geld des Landes bekommen die Erzieher in den beiden Johanniter-Kitas in Altena Unterstützung: Mehrere Teilzeitkräfte können nun als sogenannte Alltagshelferinnen eingesetzt und bezahlt werden. Das sorgt nicht nur für eine Entlastung des Personals und eine noch intensivere Betreuung der Kinder, sondern verändert auch – wie bei Monika Christ – das berufliche Leben der Helferinnen.

„Es macht mir einfach sehr großen Spaß“, sagt sie über ihr Engagement in der Kita Zwergenburg. Bis August war Christ dort als Hauswirtschaftskraft mit acht Stunden pro Woche beschäftigt. Dank des Programms „Alltagshilfen“ des Landes NRW hat sie nun eine Vollzeitstelle und kann weitere Aufgaben übernehmen.

Kita-Leiterin: „Sie hat die Ruhe weg, wenn es mal trubelig wird“

Der Hintergrund: Damit die Kitas den gestiegenen Anforderungen beim Umsetzen der Hygienevorgaben gerecht werden können, stellt das NRW-Familienministerium den Trägern eine kurzfristige finanzielle Unterstützung in Höhe von jeweils bis zu 10 500 Euro zur Verfügung. Sehr glücklich darüber ist Karina Lazar, Leiterin der der Johanniter-Kita Zwergenburg. „Frau Christ ist eine tolle Hilfe. Wir sind sehr dankbar, dass sie nun verstärkt bei uns mitarbeiten kann. Sie kennt sich in der Einrichtung aus, außerdem hat sie die Ruhe weg und sorgt für Entspannung, wenn es bei uns mal trubelig zugeht.“

Die Kinder an der Tür in Empfang nehmen, ihnen beim An- und Ausziehen der Mäntel und Schuhe sowie beim Händewaschen helfen, Tische, Klinken oder Stühle regelmäßig säubern und desinfizieren, Wäsche waschen und beim Austeilen der Mahlzeiten helfen: Alles das sind Aufgaben, die die Alltagshelferinnen in Altena übernehmen.

Hilfe beim Lernen und Spielen für Kinder

„Für mich ist das als ungelernte Kraft eine große Chance, einen Beruf auszuüben, der mich ausfüllt und mit der Betreuung meiner eigenen Kinder vereinbar ist“, sagt Monika Christ. Das sei ein großer Vorteil gegenüber einer Tätigkeit in der Produktion oder bei einer Schichtarbeit, ergänzt die 53-Jährige.

Sie macht jetzt zudem eine „praxisorientierte Ausbildung zur Kinderpflegerin“. Diese dauert zwei Jahre und wechselt bei Praxis- und Schultagen (Praxis in der Zwergenburg). Nach dem Abschluss kann sie als pädagogische Ergänzungskraft eingesetzt werden. Das sei eine hervorragende Möglichkeit für alle Beteiligten, sagt Johanniter-Regionalvorsitzende Stefanie Ueßeler: „Die Kita-Teams bekommen weiterhin Verstärkung, die ehemaligen Alltagshilfen eine gute Qualifizierung und die Kinder weiteres Fachpersonal, dass sie beim Spielen und Lernen begleitet.“

Durch Corona: Mehr Wäsche und kein Büffet

Die Vollzeit-Jobs als Alltagshelferin sind nach Landesvorgabe bis Ende Dezember befristet, doch die Hoffnung besteht, dass das Programm verlängert wird. „Die Pandemie ist ja in diesem Winter nicht vorbei“, sagt Odette Klenke, die Leiterin der Johanniter-Kita Am Stockey in Altroggenrahmede. Dort wurde die Teilzeitbeschäftigung einer hauswirtschaftlichen Mitarbeiterin zur Vollzeitstelle aufgestockt.

„Wir waschen nun öfter Handtücher und Bettwäsche, und da kein Büffet mehr möglich ist, wählen die Kinder ihr Essen vor einer Schutzscheibe aus und bekommen es dann auf ihre Teller“, erklärt Klenke. Dass die Alltagshilfe dies mit übernehme, sei eine große Entlastung für die Fachkräfte.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare