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Alles passt beim Dahler Schützenfest - mit Galerien

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Von: Hildegard Goor-Schotten

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Bei strahlendem Sonnenschein zogen Schützen und Musiker nach dem Platzkonzert in der Dorfmitte durchs Dorf. Auf Jacken konnte gut verzichtet werden.
Bei strahlendem Sonnenschein zogen Schützen und Musiker nach dem Platzkonzert in der Dorfmitte durchs Dorf. Auf Jacken konnte gut verzichtet werden. © Goor-Schotten, Hilde

„Es ist ein Bombenfest. Einfach schön“, urteilte ein strahlender Jochen Frank am Sonntagnachmittag vor der Schützenhalle. Und damit sprach der frischgebackene Dahler Schützenkönig wohl allen Festbesuchern aus der Seele. Fröhliche Gesichter, gute Stimmung und ausgelassene Feierlaune bestimmten das Fest, auf das die Dahler drei Jahre lang warten mussten.

Dahle – Über einen friedlichen und harmonischen Verlauf freute sich in einer ersten kurzen Bilanz am Sonntag auch Hauptmann Manuel Bußmann. Bis gegen 4 Uhr am Morgen hatten die Schützen gefeiert – und starteten dann mit Gottesdienst und Frühschoppen durch in den dritten, sonnigen Festtag. Die Schattenplätze rund um die Dorfmitte waren begehrt, als das Tambourcorps Dahle und die Spielmannszüge Herne-Süd und Glück auf Essen am frühen Nachmittag zum Platzkonzert aufspielten.

Dass es mit der musikalischen Unterhaltung in dieser Qualität klappte, war keine Selbstverständlichkeit: In Iserlohn fiel der Schützenumzug in diesem Jahr mangels ausreichender Musikkapellen aus, und auch der Dahler Schützen-Adjutant Markus Benner habe viele Anfragen heraus schicken müssen, berichtete Bußmann.

Die Musiker aus dem Ruhrgebiet konnten und wollten und sorgten dann gemeinsam mit dem Tambourcorps für die stimmungsvolle Begleitung des Festzuges durch das Dorf.

In zwei schmucken Cabrios nahmen die strahlenden Majestäten zunächst Platz und versorgten von dort aus die Kinder am Straßenrand mit reichlich Süßigkeiten. Sichtbaren Spaß hatten Jochen Frank und seine Lebensgefährtin und Königin Anke Adler dabei, und auch Kinderkönigin Sofia Molitor machte ihre Sache richtig gut. Nur Jungschützenkönig Ludwig Brückner entging dieses Erlebnis: Er ist im Urlaub.

Deutlich schweißtreibender als für die Dahler Majestäten war die halbstündige Runde für Musiker, Schützen und Hofstaat, die die Strecke zu Fuß bewältigen mussten. Erwartet wurden sie bei ihrer Rückkehr erneut von etlichen Zuschauern, die besonders viel Spaß am Auftritt des ehemaligen „längsten Hofstaats“ hatten. Sichtlich gealtert mit grauen Haaren, Stock, Rollator und Schlafmütze marschierten seine Mitglieder nach der auf drei Jahre verlängerten Amtszeit an ihren Nachfolgern und dem neuen Königspaar vorbei.

Das hatte zur Abnahme des Festzuges auf dem Balkon Aufstellung genommen. Mit dabei auf dem Arm des Schützenkönigs: Jochen Franks Enkelkind Toni, mit vier Monaten wohl der jüngste Schützenfest-Gast.

Nach dem Defilee in der Dorfmitte ging es für die gesamte Festzuggesellschaft, begleitet von den Zuschauern, zu Fuß Richtung Schützenhalle. Dort standen nicht nur die begehrten kühlen Getränke, sondern auch ein üppiges Kuchenbüffet bereit. Nahtlos setzte sich die gute Stimmung fort. Kein Wunder also, dass schon sehr bald die Damen des Hofstaats samt Königin tanzend auf den Stühlen standen.

Perfektes Wetter, ein spannendes Königsschießen, eine volle Schützenhalle, gute Musik – mehr als zufrieden mit dem rundum gelungenen Fest waren vor dem Ausklang am Sonntagabend Hauptmann Manuel Bußmann und Schriftführer Peter Koopmann.

Ihr Dank ging dabei auch an die vielen Helfer, ohne die das Fest und der Umzug nicht möglich gewesen wären. Gefreut haben sich die Dahler über den Besuch zahlreicher Gastvereine – wobei nicht nur König Jochen Frank kritisch auffiel, dass die Altenaer Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft mit gerade einmal sechs Personen sehr schwach vertreten war. Sei es drum: Die Dahler haben ihr Fest genossen und peilen schon das nächste an. Angedacht ist Mitte Juni 2024.

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