Alles ohne Chemie

Bauhof setzt bei Unkrautbekämpfung jetzt auf heißes Wasser

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Klaus Hänsel mit dem Weedmaster. Die Technik sei im Grunde „alternativlos“, so beschreibt es Volker Richter als Leiter des Bauhofes. Das Gerät wird in der Burgstadt und in Nachrodt-Wiblingwerde eingesetzt.

Altena - Herbizide haben ausgedient beim Bauhof. Sie dürfen nur noch mit Ausnahmegenehmigung eingesetzt werden – „aber die gibt es ganz selten“, weiß Bauhofleiter Volker Richter. Stattdessen setzt man nun auf Heißwasser.

Der macht dem unerwünschten Grün den Garaus - und zwar durchaus im Sinne des Wortes. An die 100 Grad heiß ist das Wasser, das aus den Düsen am Kopf des Gerätes austritt. Diese Temperatur ist hoch genug, um die grünen Teile der Pflanze absterben zu lassen und auch die Wurzeln zu versengen. Das Besprühen des Unkrauts mit so heißem Wasser zerstört die Zellstruktur der Pflanze, die danach abstirbt. Das Besprühen erfolgt mit einem niedrigen Dampfdruck von 1,5 bar. Damit sind Unkrautbekämpfungsmaschinen wie der „Weedmaster M“, der jetzt zum Gerätepark des Bauhofes gehört, für alle befestigten und halbbefestigten Oberflächen geeignet. Ein zusätzlicher Vorteil besteht darin, dass kein Schmutz hochspritzt.

Das Herzstück der Maschine. Im Behälter links befindet sich nicht etwa ein Herbizid, sondern Entkalker.

So könne auch bis nah an eine Fassade heran schadensfrei gearbeitet werden, versichert der Hersteller. Seit etwa 14 Tagen ist das Gerät nun beim Bauhof im Einsatz. Nach ersten Einsätzen am Sportplatz in Wiblingwerde und an der Lenneuferpromenade ist man nun dabei, Erfahrungen zu sammeln, berichtet Volker Richter. Anfangs werde man die zu säubernden Flächen wohl alle sechs oder acht Wochen in Angriff nehmen müssen, so die Planung. Zu dem auf einem Anhänger montierten „Weedmaster“ gehört ein 500 Liter fassender Wassertank. Eigentlich recht viel Kapazität, möchte man meinen, doch in der Praxis zeigt sich, dass die 500 Liter nach etwa zwei Stunden verbraucht sind und dann nachgetankt werden muss – letztlich sei das aber kein Problem, so Klaus Hänsel, der derzeit mit dem neuen Gerät unterwegs ist.

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