Alle Geschosse sind scharf

+
Mit alten Wehrmachtskarabinern wurde auf den Adler geschossen. ▪

ALTENA ▪ „Da war keine einzige Platzpatrone bei“ schwört Ludger Heckmann – der Mendener unterstützte am Freitag beim Schießen den Mendener Schießmeister Dirk Niermöller. Der Einsatz nicht scharfer Munition verbiete sich schon deshalb, weil das zu starken Ablagerungen in den Läufen führen würde.

Drei Gewehre setzten die aus Menden angereisten Schießmeister am Freitag ein. Damit musste jede Waffe gut 600 Schuss verkraften. Verwendet wurden 70 Jahre alte Karabiner vom Typ Mauser 98. Die Munition dafür stellt Niermöller selber her und hat dabei natürlich die Möglichkeit, die Durchlagskraft zu beschränken.

Das ist auch gut so: Die Originalmunition hat eine Geschossenergie von bis zu 4100 Joule. Würde man damit auf den Adler zielen, läge nach ein paar Treffern schon der Kugelfang in Trümmern, verdeutlichte Heckmann die Kraft dieser Geschosse.

Und warum hält der Adler dann 2000 Schüssen stand, während bei anderen Schützenfesten schon nach ein paar hundert Schüssen Schluss ist? Drei Gründe seien dafür ausschlaggebend, meint Heckmann: Die Treffsicherheit lasse im Laufe des Tages nach und die Bauweise des Vogels sei offensichtlich sehr solide gewesen. Vor allem aber nähmen die Schützen erfahrungsgemäß stets die gleichen Stellen ins Visier – gut möglich also, dass mancher Schuss durch jene Lücken ging, die zuvor schon ein anderer geschlagen hatte. ▪ ben.-

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare