Aus für Aldi in der Rahmede

Peter Semme übergab im Oktober 2010 rund 1 300 Unterschriften pro Aldi-Standort Rahmede an Thomas Pfeifer.

ALTENA ▪ Der Aldi-Markt in der Rahmede schließt am Dienstag, 25. Oktober, endgültig seine Türen. Ein Sprecher des Discounters aus der Zentrale in Radevormwald bestätigte dieses Datum auf Anfrage unserer Zeitung mit einem kurzen und knappen „Ja, das stimmt.“ Eine weitere Begründung gab es nicht.

Damit sieht sich Ortsvorsteher Peter Semme bestätigt. Vor fast genau einem Jahr hatte der CDU-Politiker bereits in der Aldi-Zentrale in Radevormwald vorgesprochen, und um Aufklärung gebeten, was denn mit dem Geschäft in der Rahmede geplant sei. Ihm war zu Ohren gekommen, dass sich Aldi auf nur noch zwei Verkaufsstellen am Ort – Dahle und an der Bahnhofstraße in Altena – zurückziehen wolle.

Weil er nach eigenen Aussagen nur schwammige Aussagen von Thomas Pfeifer aus der Aldi-Geschäftsleitung erhielt, sammelte Semme Unterschriften pro Aldi-Standort Rahmede. Genau 1 300 Bürger bekundeten damals mit ihrem Signet, dass sie weiterhin hier einkaufen wollen. Thomas Pfeifer gab sich noch bei der Übergabe dieser Protestunterschriften vor Jahresfrist zugeknöpft und ließ nichts von den Plänen der Geschäftsleitung verlauten.

Einher geht jetzt mit der Schließung der Verkaufsstelle in der Rahmede die Neueröffnung eines Aldi-Marktes an der Altenaer Straße in Lüdenscheid. „Dieses Geschäft haben wir umgebaut und erheblich modernisiert, es liegt doch nahe der alten Einkaufsstätte“, sagte eine Sprecherin von Aldi Radevormwald. Das zeugt aber von wenig Ortskenntnis. Denn zwischen dem bisherigen Verkaufsstandort in der Rahmede und der Altenaer Straße in der Kreisstadt Lüdenscheid liegen wohl an die zehn Kilometer Wegspanne. Zumindest für Fußgänger nicht so ohne weiteres zu bewältigen.

Peter Semme sorgt sich aktuell um die künftige, besonders fußläufige Versorgung der Rahmeder. Er erinnerte im AK-Gespräch daran, dass es seit der Aldi-Ansiedlung vor Ort keine kleinen Lebensmittelgeschäfte mehr gäbe. Besonders erbost ist Semme darüber, dass ihn Aldi-Verantwortliche öffentlich als Panikmacher hingestellt hätten. „Natürlich weiß man nie, was an Gerüchten wirklich dran ist. Aber ich muss ehrlich sagen, ich hätte mir gewünscht, dass man von Anfang an mit offenen Karten gespielt hätte. An meiner Gesprächsbereitschaft hat es nicht gelegen. Ich fühle mich schlicht getäuscht“, schimpfte er gestern. ▪ von Johannes Bonnekoh

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