Aktionsbündnis friert Krankenhaus-Protest ein

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Nahmen die Protest-Plakate „Nicht schließen!“ am Markaner-Kreisel in der Früh ab: Franz Jörg Rentemeister und Wilfried Ramsbott. Links im Bild Baubetriebshof-Mitarbeiter Heiko Tölken.

ALTENA ▪ Das Aktionsbündnis „Rettet das Krankenhaus“ setzt seine Protest-Aktionen vorerst aus (wir berichteten). Gestern schraubten Wilfried Ramsbott, Vorsitzender des Fördervereins St. Vinzenz und aktives Mitglied im Aktionsbündnis, gemeinsam mit dem neuen Geschäftsführer des Hauses, Franz Jörg Rentemeister sowie Heiko Tölken vom Baubetriebshof, die Protestplakate auf dem Kreisel am Markaner ab. Auch die Hinweise rund um den Selve-Kreisel verschwanden.

„Wir setzen damit ein öffentliches Zeichen“, sagte Ramsbott. Das Krankenhaus sei unter der neuen Leitung von Rentemeister „auf einem guten, einem wie wir meinen positiven Weg“, deshalb wolle man die Protestplakate aus dem öffentlichen Raum entfernen. „Wir sind in konstruktiven Gesprächen“, unterstrich auch Rentemeister.

Das Aktionsbündnis wird in den nächsten Tagen an alle Einzelhändler herantreten und sie bitten, aus ihren Auslagen und Geschäften die Protestplakate „Nicht schließen!“, ebenfalls zu entfernen. In diesem Zusammenhang appellierte Ramsbott auch an die Altenaer, die die roten Aufkleber auf dem Heck ihres Auto prangen haben, sie abzunehmen.

Das sich der Protest vollständig erledigt habe, sei zwar vielleicht etwas voreilig, aber „wir wollen es wagen“, sagte der Krankenhaus-Fördervereinschef überzeugt.

Krankenhaus-Verwaltungschef Franz Jörg Rentemeister geht im übrigen davon aus, „bis zum Jahresende zu wissen, wie es mit dem Haus weitergeht und welche Perspektiven wir haben. Wir stecken da noch mitten in der Arbeit“, meinte er.

Die verschwundene Million Euro, die in der so genannten Konvergenzphase des Hauses plötzlich wie vom Erdboden verschluckt war, hat er mittlerweile wieder aufgespürt (wir berichteten). Der Geschäftsführer meinte nur, das Geld sei investiert worden. Nach seiner Ansicht nach aber in Dinge, die er wohl nicht gemacht hätte. Ausdrücklich verneinte er, dass es in diesem Zusammenhang einen Straftatbestand geben könnte. ▪ job

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