Aktion "Glanzlicht"

Zwölf Tonnen Schnee für gerade mal 20 Meter Rodelbahn

Altena – Eine Extraschicht legten in der Nacht zu Samstag Mitarbeiter der Skihalle in Neuss ein. Ab 4 Uhr früh liefen dort die Schneekanonen, um eine Aktion im Rahmen der Burg-Aktion „Glanzlicht“ möglich zu machen.

Mit 20 Kubikmeter Schnee (Gesamtgewicht: 12 Tonnen) machte sich am frühen Morgen ein LKW auf den Weg nach Altena, wo er schon von Mitgliedern der Jugendfeuerwehr und dem Team des Bauunternehmens Tigges erwartet wurde. 

Aber wie kommt der Schnee zur Burg? Allenfalls sehr kleine Lkw passen durch das Friedrichstor, das zum unteren Burghof führt – dort sollte der Schnee zu einer Rodelbahn geformt werden. Zunächst war an Radlader gedacht worden. Diese Idee sei dann aber als zu zeitaufwendig verworfen worden, sagte Corina Turner von der Agentur Pfiffikus, die auch dieses Event für den Kreis organisiert hatte. „Wir haben den Schnee dann auf einen Anhänger der Firma Tigges umgeladen und in mehreren Fuhren zur Burg gefahren“. 

Dort modellierte die Jugendfeuerwehr aus der weißen Pracht eine Rodelbahn, die weit weniger spektakulär war, als mancher im Vorfeld der Veranstaltung erwartet hatte. 12 Tonnen Schnee reichen nämlich gerade mal für 20 Meter. Deshalb war der ein oder andere dann doch etwas enttäuscht. Wenig Vergnügen bereitete auch das unfreundliche Wetter, sodass sich der Zulauf insgesamt in Grenzen hielt.

Eigene Bobs und Schlitten mussten übrigens nicht mitgebracht werden, ihr Einsatz hätte auf der kurzen Piste auch keinen Sinn gemacht. Stattdessen wurden Rutschteller eingesetzt, die die Agentur besorgt hatte. Für einen Hauch von Hütengaudi sorgte in Pavillon, der neben der Rodelbahn aufgeschlagen worden war. Glühpunsch konnte man dort kaufen, aber auch Erbsensuppe und heiße Würstchen. 

Übrigens: Der Schnee ist durch die Rodler komprimiert worden und dadurch recht langlebig. Man kann mit hoher Wahrscheinlichkeit auf der Burg auch am Sonntag, 15. Dezember, noch rodeln. Kunstschnee aus Neuss kostet 60 bis 80 Euro pro Kubikmeter, das Verladen und der Transport kommen noch hinzu. Kein ganz billiges Vergnügen also – bei der Finanzierung halfen die Kulturstiftung und die Freunde der Burg.

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