AK-Redaktion fragt die Leser: Gibt es auch in Ihrer Nachbarschaft solche Stellen? Bitte Foto einsenden

Müll-Ecken sorgen vielerorts für Verärgerung

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Eine vermüllte Ecke nahe der Hagener Straße 10.

Altena – Es ist nicht nur der Containerstandort in Höhe der Firma ACO, auch ganz in der Nähe sieht es schlimm aus. Darauf macht AK-Leser Erich Renfordt aufmerksam. Ein Häuschen der Stadtwerke scheint in der Nachbarschaft der Hagener Straße 10 zum Müll-Abladen einzuladen: Diverse blaue und schwarze Müllsäcke, Bauschutt und ein Farbeimer. „Das macht einen schlechten Eindruck“, ärgert sich Renfordt, und erinnert an die Bemühungen um wachsende Touristenzahlen.

 Zu den Dingen, die im Übrigen gerne nebenbei an den Containerstandorten entsorgt werden, gehören nach Bauhofleiter Volker Richters Erfahrungen auch Farbeimer oder Ölkanister, die teilweise sogar offen sind. „Dann kann es natürlich kritisch werden“, sagt der scheidende Bauhof-Chef.

Und die illegale Entsorgung kostet den Steuerzahler Geld. Rund 25000 Euro stehen im Etat des Bauhofs für die Reinigung an den Containerstandorten bereit, hier sind allerdings Lohnkosten und die Kosten des VW-Pritschenwagens enthalten. Besonders ärgerlich ist das vor dem Hintergrund, dass ein Großteil der achtlos abgelegten Abfälle kostenlos beim Bringhof in Letmathe oder aber – Farben, Lacke, Öl – beim Schadstoffmobil abgegeben werden können. „Fernseher, Mikrowellen oder Kühlschränke werden nach Anmeldung beim ZfA sogar vor der Haustür abgeholt“, ergänzt ZfA-Sprecher Dennis Potschien.

Die gute Seite: Der allergrößte Teil der Abfälle wird auf korrektem Weg entsorgt, landet in den Hausmülltonnen, in Altglas- oder Papiercontainern. Beim Zweckverband für Abfallbeseitigung in Iserlohn sammelt man die Zahlen. Den allergrößten Anteil, nämlich 52 Prozent, hatte im Jahr 2018 der Restmüll. 20 Prozent macht der Bioabfall aus und 14 Prozent das Altpapier. Die Leichtstoffe (DSD) machen neun Prozent der Tonnage aus und das Altglas vier Prozent. Im ZfA-Schnitt liegt die Burgstadt im Übrigen recht hoch: Rund 278 Kilogramm „Abfall zur Beseitigung“ pro Kopf fallen im Jahr an. Gemittelt über alle sieben Gemeinden sind es 253 Kilogramm pro Kopf. Die Altenaer lieferten 4780 Tonnen Abfall an, das Gesamtaufkommen im ZfA liegt bei rund 57000 Tonnen.

Weitere Einzelheiten: Die Zahl der beim Wertstoffhof gesammelten Fernseher ging vom Jahr 2017 auf 2018 um 21 Prozent zurück, die Zahl der Elektro-Großgeräte um 8 Prozent. Um 7,5 Prozent erhöhte sich dagegen das Aufkommen an Kühlgeräten. Stadtkämmerer Stefan Kemper weiß: Für den ZfA bezahlt die Stadt Altena eine Verbandsumlage von in diesem Jahr 2,05 Millionen Euro, bekommt im Gegenzug 46500 Euro für die Instandhaltung der Containerplätze und die Beseitigung wilder Müllkippen. Und davon gibt es mehr als genug, hinzu kommt die Vermüllung der Containerstandorte.

Die AK-Redaktion fragt die Leser: Gibt es auch in Ihrer Nachbarschaft eine vermüllte Stelle? Eine wilde Kippe?

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