Draht im Dialog mit Museumsbesuchern

Kunsthistorikerin Dr. Agnes Zelck (links) führte die Freunde der Burg durch die Stefanie-Welk-Ausstellung „Mensch-Raum-Licht“. Rechts ein Nagelbild von Günther Uecker. Foto: Bonnekoh

Altena - Nägel sind aus Draht. Das verbindet zum Beispiel den renommierten Künstler Günther Uecker mit Stefanie Welk. Die stellt bekanntlich zurzeit an drei Stellen in Altena aus (Drahtmuseum, Burg Altena und noch bis Sonntag, 3. Mai, in der Stadtgalerie).

Dienstagabend, 28. April, führte Dr. Agnes Zelck, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Museen auf Burg Altena, eine Gruppe der „Freunde der Burg“ durch Welks Ausstellung. Doch das kurzweilige und informative Führungsgespräch beschäftigte sich auch mit weiteren Drahtkunstwerken, die sich im Besitz der Museen befinden.

In der dem großen Schauraum im Drahtmuseum vorgelagerten Drahtkunstgalerie werden unter anderem Arbeiten von Udo Sander, Reng Rong und eben Günther Uecker gezeigt. Gerade dessen Nagelbild „Aggressive Reihung“, 1975 entstanden, setzte die Kunsthistorikerin in Bezug zu den eher leichten, durchsichtigen Drahtplastiken von Stefanie Welk. Sie schaffte es dabei, die Anwesenden in einen Dialog zu verwickeln über beide Künstler, die auch das Abstrakte verbindet und irgendwie eint.

Zelck stellte dabei besonders ihr Lieblingstück, Gekrümmte Drähte, die sie als herabschwebende Blätter bezeichnete, in Bezug zu Uelkers Nagelbrett. Fazit: Ein spannender Museumsbesuch, bei dem viel Raum blieb, eigene Empfindungen auszudrücken und wirklich mit den Objekten von Welk und dem 1975 entstandenen Uelker-Nagelbrett in einen Draht-Dialog zu treten. - von Johannes Bonnekoh

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