Ärztlicher Notdienst normalisiert sich langsam

ALTENA - Der ärztliche Notdienst war am Montag Thema im Sozialausschuss – zu Gast war Dr. Martin Junker, Hausarzt in Olpe und Funktionär der Kassenärztlichen Vereinigung (KV). Die schlimmsten Kinderkrankenheiten seien beseitigt – das war die wesentliche Botschaft, die er den Kommunalpolitikern vermittelte. Auch in Altena war es nach Einführung des neuen Systems Anfang des Jahres zu Problemen gekommen.

Inzwischen arbeiten die beiden Notdienstpraxen in Lüdenscheid und Iserlohn ohne größere Probleme. Schwierigkeiten gebe es noch beim „Fahrdienst“ für bettlägrige Patienten. Es komme immer noch vor, dass die NRW-weite Notdienstzentrale in Duisburg das eigentlich für den Kreis Siegen zuständige Fahrzeug zu Einsätzen im Märkischen Kreis schicke und umgekehrt. Inzwischen seien die Fahrer dazu übergangen, in solchen Fällen untereinander abzuklären, ob die von der Zentrale verordneten Einsätze überhaupt sinnvoll und notwendig seien. Er hoffe, dass sich dieses Thema erledigt habe, wenn ab 2012 eine neue Software eingesetzt werde. Der KV-Funktionär machte ganz nebenbei darauf aufmerksam, dass eine Angabe im Zusammenhang mit der Einführung des neuen Systems falsch war: „Da sitzen absolute Laien“, sagte er mit Blick auf die Mitarbeiter des Call Centers. Anfangs wurde versprochen, dass dort geschultes Personal eingesetzt werde, das herausfindne könne, wie ernst der Zustand des Anrufers sei.

Besser wäre es, die Kreisleitstelle der Feuerwehr würde diese Aufgabe übernehmen, sagte Junker auf eine entsprechende Nachfrage des SPD-Ratsmitgliedes Markus Ferber.

von Thomas Bender

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