Krankenhaus: Notdienst wird gut frequentiert

ALTENA ▪ Es ist knapp 18 Monate her, dass die Kassenärztliche Vereinigung (KV) den ärztlichen Notdienst neu organisiert hat. Seit dieser Zeit müssen diensthabende Ärzte – aber auch Patienten – im Notfall oft räumlich weite Wege gehen.

Eine Alternative ist die so genannte Notfall-Ambulanz am örtlichen St. Vinzenz-Krankenhaus. Leser unserer Zeitung wissen, wo die entsprechende Telefonnummer zu finden ist – täglich im so genannten Servicekasten auf Lokalseite 2.

Dr. Jens Linderhaus, Ärztlicher Direktor des St. Vinzenz-Krankenhauses an der Bornstraße 29, hat festgestellt, dass es eine deutliche Zunahme von Versorgungsfällen seit der Notfall--Umstellung der KV gegeben hat. „Genaue Zahlen habe ich noch nicht, aber, es ist mehr als ein subjektives Gefühl“, sagte der Mediziner auf Anfrage.

Ausdrücklich wies der Altenaer darauf hin, dass es gewollt sei, dass Personen, die Hilfe benötigten, diese stets zuerst über den Notfall-Dienst der KV anfordern sollten. „Aber“, so fügte der Arzt an, „ich sage immer: Im Notfall sind wir nicht aus der Welt.“

Im Krankenhaus an der Bornstraße gibt es neben der inneren- auch die chirurgische Ambulanz. Wer das Haus betritt, meldet sich kurz am Empfang und wird dann umgehend weitergeleitet. „Es gibt immer diensthabende Ärzte, die sich dann umgehend um die Patienten kümmern“, sagte Linderhaus.

Und wer wird vorstellig, wenn es zum Beispiel am Wochenende mal einen Unfall im Haus gegeben hat? Das gehe über Schnittverletzungen, Verstauchungen oder auch allergische Reaktionen, auf die besser einmal ein Arzt schauen sollte, so Linderhaus’ Erfahrungen.

Noch einmal unterstrich der Chefarzt: „Wir sind keine Notfallversorger im Sinne der KV“. So müsse man generell zum Beispiel bei Kindern, die vorgestellt würden, passen. „Die überweisen wir ganz schnell an die Kollegen, zum Beispiel in die Kinderklinik Iserlohn.“ ▪ job

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