Wolfgang Noack über seine künftigen Aufgaben in der Kulturarbeit

Wolfgang Noack (r.) zusammen mit Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein. Foto. Bender

Altena - In einer möglichst großen Runde und in regelmäßigen Vorstandstreffen möchte Wolfgang Noack künftig Akzente in der Kulturarbeit setzen. Bis zum späten Sommer, so der Fahrplan, soll das Kulturjahr 2017 dann in trockenen Tüchern sein.

Ein studierter Mathematiker und Informatiker, noch dazu mit Raumfahrterfahrung – Noack arbeitete 20 Jahre lang am Deutschen Raumfahrtzentrum in Oberpfaffenhofen – mag für die Aufgaben als „Kulturmanager“ als eine ungewöhnliche Besetzung erscheinen. Noack selbst aber sieht keinerlei Widersprüche, eher eine Reihe von Parallelen. „Es geht um Koordination und klare Abläufe“, sagt Noack. „Und die Denkstrukturen von Musikern und Mathematikern sind sehr ähnlich.“

Der neue Kulturring-Geschäftsführer weiß sicherlich, wovon er da spricht, denn über viele Jahre hinweg hat er leidenschaftlich Geige gespielt. Die Liebe zur Kunst und Kultur entdeckte er schon früh in seinem Leben. Noacks Lieblingsfächer zu Schulzeiten waren übrigens Musik, Mathematik und Sport. Auch hier gelte der Grundsatz von Koordination und klaren Abläufen.

Langsam, aber stetig sollen auch neue Akzente in der Kulturarbeit gesetzt werden. Es gelte zum Beispiel, auch vermehrt junge Leute für die Angebote zu interessieren, findet Noack. Kultur sei schließlich für alle Altersgruppen gedacht.

Der neue Kulturring-Geschäftsführer bringt nach eigener Auskunft auch ein großes Interesse an der hiesigen Industriekultur mit. Einen Teil seiner Aufgaben sieht er zudem darin, mögliche neue Spielorte zu finden. Dem komme auch vor dem Hintergrund der Baumaßnahmen an der Burg Holtzbrinck – vorgesehen für 2017 – eine Bedeutung zu. Noack fallen dabei auch Stichworte wie der „Lennepark“ ein. Solche Entscheidungen sollten aber „aus der Gruppe heraus“ gefällt werden, wobei sich der Geschäftsführer als „Moderator“ versteht. Den gegenwärtigen Übergang in der Kulturring-Arbeit sieht Noack im Übrigen trotz gewisser Schwierigkeit klar „als Chance“. Der Verein bringt es derzeit auf rund 460 Mitglieder. „Es wäre natürlich schön, wenn wir in absehbarer Zeit die Grenze von 500 Mitgliedern erreichen könnten“, meint Noack. Wie seine Vorgängerin will sich der neue Geschäftsführer selbstverständlich auch um Sponsoren bemühen. Der Rolle in der hisigen Kulturarbeit sei ausgesprochen wichtig.

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