Adventskonzert der Altenaer Chöre mit tollen Hörgenüssen und Überraschungen

Kirchenputz hält der Petersburger Schlittenfahrt stand

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Ein gutes Team: Die Sänger des MGV Wiblingwerde mit dem MGV Evingsen. Offiziell war es der letzte Auftritt in dieser Konstellation, denn der Evingser Chor löst sich zum Jahresende offiziell auf. Die Sänger bleiben in Wiblingwerde willkommen.

Altena - Immer wieder für Überraschungen gut sind die heimischen Chöre und das Blasorchester, wenn das große Adventskonzert in der Lutherkirche ansteht. Obwohl dort immer wieder ganz viele Klassiker vorgetragen werden, klingt ein Stück niemals gleich. Ein gutes Beispiel dafür war am Samstag „O du fröhliche 2.0“ - vorgetragen von einem Mega-Chor aus Dahle und Evingsen.

Beide Dörfer haben mit „Evida“ mittlerweile einen großen evangelischen Kirchenchor, der fürs Adventskonzert noch zusätzlich vom Frauenchor Evingsen verstärkt worden war. Entsprechend eng wurde es im Altarraum, als so viele Sängerinnen und Sänger zusammentraten, doch dieses volle Volumen war ein echter Hörgenuss. 

Unter Anleitung von Herbert Frank erklangen ein Weihnachts-Wiegenlied, ein Bach-Arrangement und Matthias Nagels moderne Variation von „O du fröhliche“, die dem bereits so oft gehörten Stück einen ganz neuen Charakter verleiht. Zum 200. Geburtstag von „Stille Nacht, heilige Nacht“ hatte Jürgen Knuth nicht widderstehen können und ein mehrstimmiges Arrangement der beliebten Melodie mit seinem Chor der Neuapostolischen Gemeinde vorbereitet. 

Mit Organist Johannes Köstlin gemeinsam intonierte die Gemeinschaft „Wir treten in Ehrfurcht vor Gott“. Mit „Herbei, oh ihr Gläubigen“ war zusätzlich ein zweites Stück ins Programm aufgenommen worden, das zur Weihnachtszeit in keiner Kirche fehlen darf. Solchen Tönen räumte Pfarrer Jürgen Ruck in seiner Begrüßungsansprache einen enorm hohen Stellenwert ein: „Die Musik verkündet, was wir an Weihnachten feiern. 

Sie besitzt die Gabe, die Botschaft in vielen Sprachen zu verbreiten. Selbst wenn wir der spanischen oder englischen Sprache nicht mächtig sind, verstehen wir ganz genau, wenn uns jemand Feliz Navidad wünscht oder wenn das Blasorchester den little drummer boy anstimmt!“

Der Chor der Neuapostolischen Gemeinde stimmte „Wir treten in Ehrfurcht vor Gott“ mit Begleitung der Kirchenorgel an.

Von der Power des Ensembles war Jürgen Ruck vollends überrascht: „Der Putz ist noch dran!“ merkte der Geistliche schmunzelnd an, nachdem die Petersburger Schlittenfahrt in der Lutherkirche rasant Fahrt aufgenommen hatte. 

Das kraftvolle Paukenstück macht zum Ende des Weihnachtskonzerts alle Besucher wieder wach. Denn sie sind traditionell gefragt, wenn gemeinsam ein abschließendes Weihnachtslied angestimmt wird. Schon zwischendurch war das Publikum aufgerufen worden, mit den Chören „Tochter Zion“ zu singen.

Das Blasorchester spielte auf der Empore unter anderem ein Medley mit sämtlichen Kinder-Weihnachtshits.

Elke Hermens und ihre klingende Runde hatten sich für das Konzert diesmal in Tansania inspirieren lassen und das dort bekannte Stück „Bino batata“ fürs Altenaer Publikum arrangiert. Zur Abrundung der Komposition „In Dulci Jubilo“ trat Alfia Möllmann ans Keyboard. 

Die Chorleiterin war mit dem MGV Evingsen und dem MGV Wiblingwerde zum Adventskonzert angereist und leitete die Sänger an bei den Titeln „Es kommt ein Schiff geladen“, „Hört ihr die Engel singen“ „Weihnacht“ und „Süßer die Glocken nie klingen“.

Im nächsten Jahr wird der MGV Evingsen nicht mehr im Programm stehen, denn er löst sich zum Jahresende auf. Die Wiblingwerder hoffen, dass ihre Sangesbrüder ihnen treu bleiben werden, denn nicht nur der Auftritt beim großen Chorkonzert war stets ein toller Hörgenuss. 

Einen reinen Männerchor gibt es in Altena mit der Abmeldung der Evingser beim Sängerbund NRW nicht mehr. Von einst sieben Ensembles waren die Herren aus dem Dorf die letzten.

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