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Großzügige Spende für Schulküche

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Von: Susanne Fischer-Bolz

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Spendenübergabe an der Sekundarschule.
Spendenübergabe an der Sekundarschule. © Fischer-Bolz, Susanne

Die Trockner brummen immer noch. Dort, wo einst eine nagelneue Lehrküche stand, ist nichts mehr. Nur ein paar Herdplatten haben „überlebt“. „Wir haben versucht zu retten, was zu retten war“, sagt Anne Rohde, Leiterin der Sekundarschule, und freut sich riesig über eine großzügige Spende.

Altena – Mit den Gästen steht die Schulleiterin im Keller der Schule, der während der Flutkatastrophe „bis zum Hals“ unter Wasser stand. Auch der Vinylboden musste ‘raus, die Fliesen abgeschlagen werden. Schaden: 80000 Euro. An einen Hauswirtschaftsunterricht, ein wichtiger Lehr-Baustein an der Sekundarschule, ist erst einmal nicht zu denken. Und so ist Anne Rohde mehr als dankbar über eine Spende in Höhe von 20000 Euro, die ganz explizit für die Schulküche an den Förderverein der Sekundarschule geht.

„Nicht in einen anonymen Topf spenden“

„Wir wollen nicht in einen großen, anonymen Topf spenden, sondern eine gezielte Hilfe bieten. So wissen auch unsere Spender, wo ihr Geld hingegangen ist“, sagt Valentina Matsela, die ebenso wie Munevera Zekovic, Angelika Klose und Mechthild Dilks ehrenamtliche Mitarbeiterin im Adrashop Lüdenscheid ist. Adra ist eine Einrichtung der protestantischen Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten und gehört zu den anerkannten Hilfsorganisationen der Welt. Der Adrashop – acht gibt es in Deutschland – verkauft Second-Hand-Waren an der Friedrichstraße. Wer dort einkauft, hilft Menschen in Not. Die erwirtschafteten Gewinne, so das Versprechen, fließen zu 100 Prozent in die weltweite, gemeinnützige Arbeit des Adra-Netzwerkes. Von den 20000 Euro, die als Spende nun nach Altena gehen, kommen 5000 Euro aus Lüdenscheid und 15000 von Adra Deutschland.

Mit dem Bus nach Nachrodt

Grundsätzlich sind die Sanierung der Schul-Kellerräume und die Anschaffung einer neuen Schulküche natürlich Sache des Schulträgers – also der Stadt Altena. Dennoch freuen sich Anne Rohde als auch der Fördervereinsvorsitzende Jan Schneider über die großzügige Spende, die den Kindern zugutekommen wird. Im Moment wird improvisiert: Schüler fahren regelmäßig mit dem Bus nach Nachrodt, um in der Schulküche am zweiten Standort am Holensiepen in Hauswirtschaft unterrichtet zu werden – was den Stundenplan natürlich durcheinander wirbelt.

Förderverein hilft, wo er kann

Der Förderverein der Sekundarschule hat nach der Flut den Schülern viel geholfen – mit der Neuanschaffung von im Wasser verloren gegangenen Schulbüchern zum Beispiel.

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