An der Ackerstraße in Altena

Müll, Scherben, Hundedreck: Beschwerden über Spielplatz

Der Spielplatz an der Ackerstraße in Altena
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Der Spielplatz an der Ackerstraße in Altena

Müll, Scherben, Hundedreck: Viele Familien machen einen großen Bogen um den einen Spielplatz in Altena. Der beschäftigt auch den Bauhof.

Altena – Er hat in der internen Bewertung des Bauhofs die Schulnote 3, sieht aber oftmals eher nach 6 aus: Der Spielplatz an der Ackerstraße in der Nachbarschaft der ehemaligen Förderschule am Drescheider Berg. „Da liegt alles rum“, berichtet ein Grüppchen von Anwohnern, das in der Nähe vor dem Haus steht. „Schlimm ist das.“

Eine Einschätzung, die Robert Groppe, Leiter des Bauhofes, nur bestätigen kann. Seine Erfahrung: „Über die Fläche gibt es oft Beschwerden. Die Ackerstraße fällt öfter auf.“

„Fläche als Hundeklo benutzt“

Müll verschiedener Art liege dort herum: Getränkedosen, Bonbon-Tüten, Essensreste, aber auch Scherben – und damit gibt es neben dem unansehnlichen Anblick auch ein Verletzungsrisiko. Anwohner berichten, dass sie mit ihren Kindern nicht mehr dorthin gehen möchten. „Die Fläche wird auch als Hundeklo benutzt“, ergänzt Robert Groppe die Liste der unappetitlichen Funde an der Ackerstraße. „Wir spielen dann Feuerwehr, aber es ist natürlich sehr ärgerlich.“ Der Bauhof-Chef ergänzt: „Wir können leider nicht überall sein.“

Dabei zählen die Spielplätze nach Groppes Angaben zu den am besten gewarteten Anlagen in der Stadt. Jede Woche schauen Bauhof-Mitarbeiter nach dem Rechten, einmal monatlich gibt es die „große Kontrolle“, vergleichbar mit einer großen Inspektion, darüber hinaus eine jährliche Begehung. „Das kann man dann mit dem Tüv vergleichen“, erklärt Robert Groppe.

Spielplatz-Paten fehlen

Die Bauhof-Mitarbeiter, die als Fachleute für die Spielplätze zuständig sind, sind eigens dafür zertifiziert. „Die wissen, was sie machen.“ Es gibt zwei dieser Kräfte in der Burgstadt und eine für die Doppelgemeinde.

Wären Spielplatz-Paten eine Lösung für die Ackerstraße? Eher nicht, denn es gibt sie kaum noch, berichtet Agnes Goniwiecha, Abteilungsleiterin für Jugend- und Familienangelegenheiten in der Stadtverwaltung. Nur für die Spielplätze am Hemecker Weg und auf dem Nettenscheid gebe es noch solche Patenschaften. „Es waren einmal sechs oder sieben.“

Es sei eben zunehmend schwierig, Menschen für eine solche Aufgabe zu finden. Sie sehen einmal in der Woche nach dem Rechten und übernehmen auch kleinere Arbeiten wie Rasenmähen. Goniwiecha weiß aber auch: Die Arbeit „ist nicht ohne.“

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