14 Tonnen Schiefer auf dem Dach

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Die Handwerker nehmen zum Abschluss Platz auf dem neuen Schieferdach.

Altena – 12.500 Schindeln mit knapp 14 Tonnen Gewicht sind verbaut: Das Haus an der Ackerstraße 16 hat ein neues Dach. Schieferschindeln waren Pflicht.

Hoch hinauf wagte sich Joachim Effertz, der Chef der Altenaer Baugesellschaft: Am First des Hauses Ackerstraße 18 schlug er mit dem Schieferhammer die letzten drei von insgesamt rund 30 000 Nägeln ein, die für die Erneuerung der Dacheindeckung benötigt wurden.

Weil das Gebäude unter Denkmalschutz steht, musste für das neue Dach Naturschiefer verwendet werden – was die Sache teuer macht. 140 000 Euro habe die Aktion gekostet, davon habe das Land ein Drittel übernommen, berichtete ABG-Architekt Magnus Benkhofer. 

Und das war erst der Anfang: Die Ackerstraße 16 ist Teil eines Ensembles mit drei weiteren Häusern, deren Dächer ebenfalls saniert werden müssen. Sie haben schon 95 Jahre auf dem Buckel. 

12 500 Platten auf dem Dach verbaut 

Ein Schieferdach zu decken bedeutet hohe Handwerkskunst. Mit Ulrich Bathen aus Bestwig und Jörg Rettler (Meschede) fand die ABG zwei Handwerker aus dem Hochsauerland, die mit dem Material umgehen können. Das haben sie in Altena zuletzt bei der Eindeckung des Drahtmuseums bewiesen. 

Verwendet wurde altdeutscher Naturschiefer, der von einer Firma aus dem Sauerland geliefert wurde. Der ist zwar vorgeformt – auch bei diesem Material erledigt das heutzutage Roboter – , oft seien auf dem Dach aber Anpassungen nötig, erklärte Bathen. Die erledigt der Fachmann mit dem Schieferhammer. 

Hitze setzte Arbeitern zu

Rund 12 500 Schieferplatten mit einem Gesamtgewicht von knapp 14 Tonnen wurden seit Mai verbaut, zum Teil bei sengender Hitze. „Wir haben uns zwar ein Sonnensegel aufs Gerüst gebaut“, erzählte Bathen. „Aber an einem Tag war es so heiß, dass wir mittags Schluss machen mussten, weil man die Platten nicht anfassen konnte.“

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