Sorge um die Mitgliederzahlen

+
Die anwesenden Mitglieder stärkten ihrem Vorstand den Rücken. Allerdings waren nur wenige der Einladung gefolgt.

Altena -  Zum Frühjahr 2015 wird der Tierschutzverein eine Nistkastenaktion starten. Die Brutstätten für Vögel verschiedener Art werden bei Firma Steinmann bereitgestellt und können von Bürgern abgeholt werden. Sie verpflichten sich im Gegenzug, die Kästen zu reinigen und der heimischen Vogelwelt so stets Unterschlupf zu gewährleisten. Möglich ist diese Aktion durch treue Gönner des Tierschutzvereins.

Eine langjährige Unterstützerin hatte Freunde und Verwandte aufgerufen, anlässlich ihres 90. Geburtstags für den Tierschutzverein zu spenden. Außerdem ist der Verein mit einer Erbschaft bedacht worden. ,,Finanziell ist unsere Zukunft damit noch für ein paar Jahre gesichert”, erklärte der zweite Vorsitzende Wolfgang Brüggemann am Montag den Mitgliedern in der Gaststätte Mayweg. Sorgen haben er und Vorsitzender Hartwig Neuhaus wie gewohnt um die Mitglieder: Rund 50 sind es noch, die allerdings die jährlichen Versammlungen meiden. Mit acht Anwesenden am Montag war die Sitzung schon fast rekordverdächtig gut besucht –trotzdem war die Versammlung damit nicht beschlussfähig. Dem bestehenden Team, inklusive Kassiererin Brigitte Bauer, sprachen die Mitglieder immerhin ihr Vertrauen aus. ,,Wir machen es. Wir machen es auch gerne. Aber wir müssen uns um unsere Nachfolge Gedanken machen“, betonte Wolfgang Brüggemann.

Bürokratisch hält der Tierschutzverein seine Aktivitäten bewusst klein. Aufwendig sind die Einsätze am lebenden Tier selbst: ,,Manchmal muss man auch nachts ausrücken, wenn ein Tier akut in Gefahr ist. Deshalb bräuchten wir flexible Leute, die solche Aufgaben übernehmen könnten.”

Erfreulich war Brüggemanns Nachricht, dass keine Fälle von Tierquälerei im vergangenen Geschäftsjahr aufgetreten sind. Alarmierungen allerdings gab es: ,,Das sind oft aber Nachbarschaftsstreitereien. Um einen nervigen Hund aus der Wohnumgebung loszuwerden, ruft man uns gerne an. Dann wird behauptet, ein Tier wird nicht gefüttert, in der Hoffnung, dass wir es mitnehmen”, berichtete der zweite Vorsitzende aus dem Alltagsgeschäft.

Zu dem gehört auch die regelmäßige Leerung der Futterspendenboxen in den heimischen Supermärkten. Mit der gespendeten Nahrung werden die Tierheime Dornbusch und Iserlohn bedacht. Aber auch Hilferufe von in Not geratenen Privatpersonen nimmt der Verein ernst: ,,Die bekommen wir manchmal. Dann helfen wir mit Futter oder Geldzuwendungen für den Tierarztbesuch aus.”

Aktiv mitwirken am Tierschutz in Altena kann übrigens jeder Kleintierhalter, indem er seine Schützlinge kastrieren lässt, um unkontrollierte Vermehrung zu verhindern. ,,Für Freigänger-Katzen gibt es im Märkischen Kreis sogar die Kastrationspflicht. Aber es ist unmöglich, die zu kontrollieren”, erklärte Brüggemann. Interessenten für eine Mitgliedschaft passiver oder aktiver Art können sich jederzeit an ihn oder Hartwig Neuhaus wenden. Der Mitgliedsbeitrag ist seit Jahren konstant geblieben und liegt bei 15 Euro. - Von Ina Hornemann

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare