Abwasserwerk will die Stadt benebeln

Karl-Heinz Böhm und Jörg Becker erklären, wie mit dem Nebelgerät gearbeitet wird.

ALTENA ▪ Wenn es demnächst bei ihnen zuhause aus der Dachrinne qualmt oder wenn vor ihrem Haus aus den Gullydeckeln weißer Qualm aufsteigt, dann sollten sie zunächst nach einem Bauhofmitarbeiter Ausschau halten.

Denn dieser wird dann gerade mittels Nebelgeräts ihre Abwasserleitungen überprüfen. Für rund 3000 Euro hat nämlich das Abwasserwerk zur Feststellung von Fehlanschlüssen und zum Aufspüren von Undichtigkeiten ein solches Gerät angeschafft. „Nicht, dass wir denken, die Bürger beschummeln uns“, sagte Karl-Heinz Böhm vom Abwasserwerk gestern. Aber manchmal gebe es schon Grund, einmal genauer hinzusehen, ob ein Hauseigentümer denn tatsächlich alles gemeldet hat, was ans öffentliche Kanalnetz angeschlossen ist und somit auch entsprechend Gebühren zahlt.

Anmelden müssen sich die Überprüfer nicht, denn sie öffnen nur den öffentlichen Kanal und lassen dort den Nebel – im Übrigen aus einer unbedenklichen Ölmischung erzeugt – aufsteigen. Wer über die Aktion Bescheid wissen muss, ist lediglich die Feuerwehr. Weil: „Das qualmt ja schon ganz ordentlich und das könnte so manchen Bürger beunruhigen“, meinte Jörg Becker vom Bauhof. Seine Mitarbeiter werden im Auftrag des Abwasserwerkes demnächst Altena benebeln. Seit Januar 2009 ist die getrennte Entwässerungsgebühr in Altena eingeführt, das heißt die Gebühren werden getrennt für Schmutz- und Niederschlagswasser festgesetzt. „Wir wollen einfach, dass es gerechter wird“, so Böhm und dazu würde nun die stichprobenartige Überprüfung durchgeführt. ▪ Von Ilka Kremer

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare