„Hydraulische Leistungsfähigkeit“ der Evingser Kanäle wird optimiert

Abwasserwerk investiert eine Million Euro

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In den engen Löttringser Weg muss ein Regenrückstaukanal eingebaut werden

Altena - Der Betriebsausschuss des städtischen Abwasserwerks hat sich mit den Investitionsmaßnahmen der zweiten Jahreshälfte beschäftigt und die entsprechenden Aufträge vergeben. „Damit können nun alle im Wirtschaftsplan des Abwasserwerks vorgesehenen Projekte umgesetzt werden“, teilt Betriebsleiter Marc Bunse mit.

Insgesamt führt das Abwasserwerk in diesem Jahr ein halbes Dutzend Baumaßnahmen auf Grundlage des Abwasserbeseitigungskonzepts der Stadt Altena durch. Zum langfristigen Erhalt der Abwasserinfrastruktur werden etwa eine Million Euro ausgegeben. „Mit regelmäßigen Investitionen sichern und erhalten wir das Kanalnetz unserer Stadt langfristig“, sagt Bunse und betont, dass gerade wegen der regelmäßigen Investitionen die Abwassergebühr in den vergangenen Jahren gesenkt werden konnte.

Ab Sommer 2018

Drei Baumaßnahmen werden ab Sommer dieses Jahres umgesetzt. Mit dem Umbau von Versickerungsanlagen in Nettenscheid, der Erneuerung eines Teilabschnitts des Kanals „Auf dem Kamp/Brunnenstraße“ und dem Neubau eines Regenrückstaukanals im Löttringser Weg baut das Abwasserwerk gemeinsam mit den beauftragten Fachfirmen – die alle aus der Region kommen – die Bauwerke gemäß den allgemein anerkannten Regeln der Technik um. Für die Maßnahmen im Löttringser Weg und Auf dem Kamp/Brunnenstraße kündigt das Abwasserwerk bereits an, vor Baubeginn zu Anwohnerversammlungen einzuladen.

Sehr enge Straße

Wegen der Enge der Straßen sind sie nicht unproblematisch, zumal Vollsperrungen nicht praktikabel sind. „Beide Kanalbauprojekte in Evingsen dienen der Verbesserung der hydraulischen Leistungsfähigkeit. Durch den Regenrückstaukanal im Löttringser Weg wird bei Starkregenereignissen sichergestellt, dass kein Mischwasser an das Oberflächenwasser abgegeben wird“, erklärt Dipl.-Ing. Jörg Michutta vom Abwasserwerk die Notwendigkeit der Maßnahme. Das vierte im Betriebsausschuss beschlossene Projekt bildet für die Fachleute des Altenaer Kanalnetzes eine wichtige Basis für künftige Planungen. Ein Planungsbüro erstellt in den nächsten Wochen und Monaten ein Niederschlags-Abflussmodell für das Einzugsgebiet der Nette. „Anhand der gewonnen Daten wissen wir dann, wo im Hochwasser- oder Starkregenfall Schwachstellen in unserem Netz liegen und können so Maßnahmen einleiten um in diesen Fällen Überflutungen zu vermeiden“, erläutert Jörg Michutta die Notwendigkeit dieser Maßnahme.

Schwachstellen erkennen

Das Abwasserwerk unternimmt seit Jahren große Anstrengungen, sein Netz für Starkregenfälle fit zu machen. Wegen des Klimawandels könnten sie zunehmen. In den nächsten Tagen beginnt das Abwasserwerk mit dem Bau eines Fremdwasserkanals in der Hochstraße in Dahle. Im Rahmen der Fremdwassersanierung wird dort ein Bachlauf, der aus dem historischen Bergwerk Sybilla kommt, vom Mischwassernetz getrennt und in den natürlichen Bachlauf am unteren Teil der Hochstraße geführt. Solche Maßnahmen sind notwendig, damit möglichst wenig nicht verunreinigtes Wasser zur Kläranlage geleitet wird.

Tiefbauer am Werk

Dafür errichtet das vom Abwasserwerk beauftragte Tiefbauunternehmen eine etwa 150 Meter lange Rohrleitung in der Hochstraße. „Während der etwa dreimonatigen Bauzeit bittet das Team des Abwasserwerks, mögliche Verkehrsbehinderungen zu entschuldigen“, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens.

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