Altena liegt beim Ranking der NRW-Kommunen schon lange nicht mehr an der Spitze

Abwasser: Die dritte Gebührensenkung in Folge

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Die Abwassergebühr sinkt - auch wenn man Kanäle, wenn sie verbaut sind, nicht sieht. Im Bild ein Hausanschluss.

Altena - Den goldenen Kanaldeckel hat das Abwasserwerk schon. Eigentlich müsste dieser Auszeichnung des Institutes für unterirdische Infrastruktur eine der Gebührenwächter vom Bund der Steuerzahler folgen: Zum dritten Mal in Folge sinkt 2019 die Abwassergebühr – jedenfalls dann, wenn der Rat der Empfehlung des Betriebsausschusses folgt.

Damit sinkt die Gebühr innerhalb von drei Jahren um 24 Prozent“, sagte Marc Bunse, der Chef des Abwasserwerkes. Ermöglicht wurde das durch Mehreinnahmen (Straßen.NRW muss neuerdings für seine Straßen die sogenannte Niederschlagsgebühr bezahlen) und durch Einsparungen vor allem (aber nicht nur) beim Kapitaldienst. Auch der Ruhrverbandsbeitrag ist stetig gesunken.

3,42 Euro neuer Preis

3,42 Euro pro Kubikmeter soll im kommenden Jahr die Abwassergebühr betragen, das ist ein Rückgang von sieben Cent. Die Niederschlagsgebühr sinkt um zwei Cent auf 1,13 Euro pro Quadratmeter versiegelter Fläche. Eine Durchschnittsfamilie mit 200 Kubikmeter Frischwasserbezug und 130 Quadratmeter versiegelter Fläche auf dem Grundstück spare durch die Gebührensenkung knapp 17 Euro pro Jahr, rechnete Bunse den Mitgliedern des Betriebsausschusses vor.

Vergleichen

Ein Vergleich ist dem Chef des Abwasserwerkes besonders wichtig: „Wir liegen damit noch unter den Gebühren von 2012“. Danach ging es nämlich steil bergauf mit der Gebühr, weil das Abwasserwerk im Zuge der Haushaltssanierung zu einer Eigenkapitalverzinsung und damit zu hohen Zahlungen an die Stadt gezwungen wurde. Die Gebühr wurde deshalb 2013 um 18 Prozent erhöht, ein Durchschnitts-Haushalt zahlte fast 1100 Euro im Jahr – ein NRW-weiter Spitzenwert. Inzwischen sind es 830 Euro – und das, obwohl das Abwasserwerk Jahr für Jahr 600 000 Euro an die Stadt überweisen muss.

Großes Lob

Natürlich heimste Bunse von den Ausschussmitgliedern ein dickes Lob ein für die Gebührensenkung. Bekanntlich verlässt er zum Jahresende seinen Posten bei den Stadtwerken, um nach Ratingen zu wechseln. Er sei guter Dinge, dass zunächst auch sein Nachfolger auf Gebührenerhöhungen verzichten könne, sagte – „aber irgendwann wird wieder eine nötig werden“. Für 2019 rechnet Bunse wegen der Neubauten aus Rosmart mit höheren Einnahmen aus der Niederschlagsgebühr. Angepeilt wird eine Zusammenarbeit mit Nachrodt-Wiblingwerde. Auch das wäre nach Einschätzung Bunses mit Kostenvorteilen verbunden.

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