Absturz am Wixberg: Feuerwehr gedenkt eines toten Kameraden

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Einen Blumenkranz legten die Feuerwehr-Kameraden an der Gedenktafel nieder.

Altena – Es war ein tragisches Unglück: Vor 50 Jahren stürzte ein Fahrzeug der Feuerwehr bei Löscharbeiten am Wixberg ab. Ein Retter starb. Nun gedachte die Feuerwehr des toten Kameraden.

Der 7. August 1969 wurde zum „bislang schwärzesten Tag in der Geschichte der Feuerwehr Hemer“, sagt deren Pressesprecher Sebastian Koston. Bei einem Löscheinsatz am Wixberg stürzte das Tanklöschfahrzeug Gustav ab. Sechs Feuerwehrmänner wurden schwer verletzt, einer starb drei Tage nach dem Unfall an seinen schweren Verletzungen. 

Nun traf sich die Hemeraner Feuerwehr zu einer Gedenkfeier an der Unglücksstelle am Wixberg, wo eine Gedenktafel an das Unglück erinnert. Begleitet wurde die Feier von Pastor Wilhelm Gröne aus Hemer. 

Überlebende kämpfen mit Folgen

„Noch heute haben die Überlebenden sowohl mit den körperlichen als auch mit den seelischen Folgen des Unfalls zu kämpfen“, erzählt Koston. Doch im Gegensatz zu früher können Retter „heutzutage durch geschultes Personal der Psychosozialen Unterstützung (PSU) belastende Einsätze verarbeiten und professionelle Hilfe in Anspruch nehmen, um zumindest den seelischen Folgen einer Belastungssituation vorzubeugen“. 

Die Feuerwehrmänner gedenken ihres toten Kameraden Klaus Klein am Wixberg.

Diese Unterstützung gab es vor 50 Jahren nicht. Und so mussten die Feuerwehrkameraden ohne professionelle Unterstützung verarbeiten, was am 7. August 1969 am Wixberg geschah. Sechs Feuerwehrmänner saßen in dem Tanklöschfahrzeug, als dieses an einer engen Stelle im Wald auf einen Felsvorsprung fuhr und einen 200 Meter langen, steilen Abhang hinabstürzte. 

Dabei überschlug es sich mehrfach, wobei die sechs Insassen aus dem Fahrzeug geschleudert wurden. Alle Feuerwehrmänner zogen sich schwere Verletzungen zu. 

Klaus Klein erliegt Verletzungen

Am schlimmsten traf es Unterbrandmeister Klaus Klein. Während seine Kameraden erst ins Krankenhaus nach Altena und dann nach Hemer transportiert wurden, wurde Klaus Klein aufgrund der Schwere der Verletzungen direkt nach Bochum ins Klinikum Bergmannsheil gefahren. Trotz aller Bemühungen der Ärzte starb er wenige Tage nach dem Unfall.

 „Wie lange die Unfallopfer nach dem Absturz im Wald gelegen haben, ehe sie entdeckt wurden, kann heute niemand mehr genau sagen“, sagt der Pressesprecher. „Fakt ist, dass Anwohner aus Altena, die mehrere hundert Meter Luftlinie entfernt waren, den Absturz des Tanklöschfahrzeuges beobachtet und daraufhin die Polizei verständigt haben“. Beamte fanden das Fahrzeug und die Verletzten im Wald. 

Die Gedenktafel erinnert an das tragische Unglück.

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