Abschied von der Schule: Heismann geht in Pension

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Nach 38 Jahren im Schuldienst geht Reinhild Heismann, Leiterin der Grundschule Mühlendorf, in Pension.

ALTENA ▪ Wenn morgen die ganze Grundschule Mühlendorf in der Turnhalle zusammenkommt, werden nicht nur Viertklässler verabschiedet: Reinhild Heismann geht in Pension. 38 überwiegend abwechslungsreiche und interessante Jahre als Lehrerin und zuletzt Schulleiterin gehen für die 65-Jährige dann zu Ende.

In Hamm aufgewachsen, kam Heismann nach ihrem Studium in Münster 1972 nach Altena. „Die Zugverbindung war gut“, begründet Heismann ihre Entscheidung, dem Vorschlag des Regierungsbezirks ins Sauerland zu folgen. Erste Station war die Grundschule Rahmede am Drescheider Berg in jenem Gebäude, das heute die Förderschule beherbergt. Nach einer Babypause wechselte sie erst an den Knerling, dann an die Grundschule Linscheid. „Wilfried Bracht begann dort damals als Schulleiter“, erinnert sich Heismann. 1990 seien sie gemeinsam zur Jahnstraße umgezogen, als die Schulen Linscheid und Lennestein zusammengelegt wurden. Heismann wurde zur stellvertretenden Schulleiterin, nach Brachts Pensionierung 2006 dann selbst zur Rektorin.

Zusammenarbeit mit Schulträger und Elterngremien

„Ich habe immer schon gerne organisiert“, stellt Heismann klar. Die Zusammenarbeit mit Schulträger, Jugendamt und Elterngremien habe ihr immer viel Freude bereitet. „Besonders im letzten Jahr hat mir jedoch ein Konrektor gefehlt“, bedauert Heismann. Für eine Person allein sei die Schulleitung schon belastend. Zumal von der Institution Schule zu viel erwartet werde: „Durch Förderung kann man viel erreichen, aber nicht alles.“ Das ständige Hin und Her in der Politik mache den Bildungseinrichtungen zu schaffen. Und nun herrsche schon wieder Ungewissheit, wie es mit dem System weitergehe.

Mehr Zeit für Kreativität und Kultur

„Schule war immer mein Leben“, erklärt Heismann ein wenig wehmütig. Für ihren Ruhestand müsse sie sich nun neue Ziele suchen. Mehr Zeit für Kreativität und Kultur, darauf freue sie sich. Freunde und Bekannte hätten zudem schon für manch gemeinsame Reise geworben. „Im September fahre ich erstmal an die Nordsee“, kündigt Heismann an. Und dann gebe es ja auch noch einen lang gehegten Wunsch: Einmal die Mandelblüte auf Mallorca erleben. Im Februar zu verreisen – was bislang nicht möglich war – werde sie nun nachholen, so die 65-Jährige. ▪ Pia Käfer

Online: http://www.grundschule-muehlendorf.de

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