Martina Wittwer und Selda Erduran verlassen das Team / Nachfolger gesucht

Abschied vom Caritaslädchen in Altena

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Cornelia Arndt (m.) verabschiedete Selda Erduran (l.) und Martina Wittwer am Donnerstag mit einem Blumenstrauß. Die beiden waren ein tolles Team im Caritaslädchen.

Altena - Cornelia Arndt bedauert den Fortgang von Martina Wittwer und Selda Erduran sehr. Beide betreuten mit Leidenschaft ehrenamtlich das Caritas-Lädchen in der Werdohler Straße und haben die junge Kundschaft praktisch aufwachsen sehen. 

Martina Wittwer hatte 2009 eigentlich nur eine Spende abgeben wollen, als sie mit Cornelia Arndt ins Gespräch kam und prompt als Ehrenamtliche mit im Team war. „Ich hatte ein bisschen Zeit und auch Lust auf eine Aufgabe. Und so bin ich im Lädchen gelandet“, schildert Wittwer. 

Viel Freude an der Arbeit

Selda Erduran war durch die Caritas-Krabbelgruppe im Jahr 2014 dazugekommen. „Wir haben immer zusammengearbeitet und hatten riesigen Spaß dabei.“ 

Jetzt steigt Martina Wittwer wieder in Vollzeit in den Beruf ein und Selda Erdurans Nachwuchs kommt auf die weiterführende Schule. „Da bleibt fürs Lädchen leider keine Zeit mehr“, bedauern beide. 

Vor allem das Sortieren der Kleider- und Spielzeugspenden nimmt die meiste Zeit in Anspruch. „Richtig Spaß machen dann die Verkaufs- und Beratungsgespräche!“ wissen die beiden Frauen. 

Größen vom Baby bis zum Teenager

Oft haben sie die Mütter schon mit Babybauch kennengelernt und den Nachwuchs bis ins Kindergarten- und Schulkindalter begleitet. Generell gibt’s Größen vom Baby bis zum Teenager – doch spätestens ab zwölf Jahren ist Second Hand nicht mehr angesagt bei der jungen Kundschaft, weshalb Eltern dort meist nicht mehr fündig werden. 

Richtig gefragt sind Neugeborenenausstattungen, nicht nur Kleidung und Spielzeug, sondern auch Kinderwagen und Maxi Cosis. Die Textilien sind allesamt zum Schnäppchenpreis von 50 Cent pro Stück erhältlich. Kunden im Sozialleistungsbezug bekommen für einen Euro sechs Teile, Schwangere sogar 15. 

Einkaufen darf jeder – und es wird angenommen, denn die Knirpse wachsen schneller, als die Eltern gucken können. Gut Erhaltenes kehrt durch Spenden wieder zurück. 

Flexibler Arbeitgeber

Jetzt ist Sommerpause angesagt, das Lädchen öffnet wieder am 22. August von 9.30 bis 11 Uhr. Bis dahin hofft Cornelia Arndt auf ehrenamtliche Nachfolger für Martina Wittwer und Selda Erduran. Beide loben die Flexibilität, mit der die Caritas ihnen entgegengekommen ist: „Man kann auch die eigenen Kinder mitbringen zum Dienst und auch mal tauschen, wenn es nicht passt.“

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