Ein Schützenkönig geht in die Geschichte ein

Absage des Schützenfests 2021: Jetzt spricht der König

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Der amtierende Schützenkönig Andreas Opitz mit Königin Katja Grass.

Altena - Seit zwei Jahren und einem Monat regiert Andreas Opitz die Altenaer Schützen. Wahrscheinlich bleibt er es für rund zwei weitere Jahre - und geht damit in die Geschichte ein.

Über die sich abzeichnende Absage des Schützenfestes 2021 und über seine bisherige Regentschaft sprach Lars Schäfer mit dem 56-jährigen Schützenkönig und selbstständigen Versicherungskaufmann Andreas Opitz. 

Der geschäftsführende Vorstand der FWG hat vorgeschlagen, wegen der Unsicherheiten in Zeiten der Corona-Pandemie das Schützenfest 2021 ins Jahr 2022 zu verschieben. Wie haben Sie reagiert, als Sie von diesem Vorschlag der Absage gehört haben? 

Andreas Opitz: Ich war überrascht, dass sie schon jetzt kam. Die Absage an sich war aber zu erwarten. Für mich war klar, dass das Schützenfest 2021 in der Form, in der wir es kennen, nicht durchzuführen ist. 

War und ist die sich abzeichnende Absage ein Stück weit enttäuschend? 

Opitz: Es ist sicherlich für die Bevölkerung Altenas ein Stück weit eine Enttäuschung. Aber man muss ja realistisch bleiben. 

Der geschäftsführende Vorstand arbeitet ja schon seit vielen, vielen Monaten an der Vorbereitung des Festes. Im Prinzip fangen die Vorbereitungen mit Abschluss des letzten Schützenfestes ja schon an. Und Ende des Jahres fängt eigentlich die Schützenfestzeit insofern schon an, dass Vorstandssitzungen einberufen werden – eine wäre noch in 2020 abgehalten worden. 

Bereits Anfang 2021, meist schon in den ersten Februarwochen, beginnt die Kränzebinderzeit. Das ist heute mit der Abstandsregelung und mit den Hygienevorschriften alles nicht vorstellbar. 

Die endgültige Entscheidung steht zwar noch aus. Ihren Worten zufolge könnten Sie die Absage des Festes 2021 aber generell nachvollziehen... 

Opitz: Ja. Und ich stütze die Absage auch. 

Eigentlich endet die Regentschaft des Altenaer Schützenkönigs nach drei Jahren, bei Ihnen wird es nun wohl eine einjährige Verlängerung geben. Was löst das in Ihnen aus? 

Opitz: Im Prinzip ist es so, dass einem auch ein Jahr genommen wird. Das Jahr 2020 ist uns insofern genommen worden, weil all die Aktivitäten, die sonst in diesem Jahr gewesen wären, auf 2021 verschoben werden, sodass sich das Ganze relativiert. 

Wir haben ja schon einmal eine Unterbrechung von vier Jahren gehabt in den 1960er Jahren. Der Anlass damals hatte allerdings einen wirtschaftlichen Hintergrund. 

Das Schützenfest 2018 war eine Riesen-Sause, auch Sie und Königin Katja Grass haben es zusammen mit ihrem Hofstaat mächtig krachen lassen. So ein Erlebnis bleibt wahrscheinlich unvergesslich...

Opitz: Ja, natürlich. Vor allem die Perspektiven des Schützenfestes sind als Königspaar mit Hofstaat anders. Man betrachtet das Schützenfest dann aus einem ganz anderen Blickwinkel – man hat dann ja auch den schönen Platz auf dem Thron. 

Das war sehr beeindruckend. An den Abenden, an den Freitag- und Samstagabenden, war das Festzelt ja wieder mit vielen Tausend Besuchern sehr voll. Und wie da gefeiert wurde... 

Wenn man sich das in der jetzigen Situation mal vor Augen hält, dann ist umso mehr die Entscheidung des Vorstandes richtig, es 2021 nicht zu tun. Das wäre nach heutigen Einschränkungen einfach nicht durchführbar. 

Seit etwas mehr als zwei Jahren sind Sie nun schon Schützenkönig. Wie war die bisherige Regentschaft? 

Opitz: Wie versprochen war meine Regentschaft milde. Aus den zwei Jahren ist ja im Prinzip auch nur ein Jahr geworden. Wir hatten in diesem Jahr ja eigentlich keine Zusammenkünfte, sodass gesagt werden kann, das Jahr bringt einfach nur eine Verschiebung. 

Was wünscht sich der Schützenkönig für die FWG – und was wünscht er sich für das Altenaer Schützenvolk? 

Opitz: Aus heutiger Sicht wünsche ich mir, dass wir möglicht schnell einen Impfstoff bekommen, der uns – ich sag es mal so – den Gang zurück in die Normalität ermöglicht. 

Auch das ist eigentlich Grundvoraussetzung nach heutiger Sicht, damit ein normales Zusammenleben wieder möglich ist. Ein Zusammenleben ohne Abstandsregelung, ohne Mundschutz und ohne Einschränkungen der Personenzahlen, sodass wir uns darauf freuen können, das Schützenfest im Jahr 2022 in gewohnter Art und Weise wieder feiern zu dürfen.

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Beim Schützenfest 2018 gab es in Altena einenbesonders emotionalen und romantischen Moment.

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