Das erste Haus muss jetzt weichen

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Ein erstes, großes Loch klafft schon in der Straßenfront des Hauses. ▪

ALTENA ▪ Seit Montagnachmittag läuft der Abriss des Hauses Werdohler Straße 60. 14 Tage soll es dauern, bis die verfallene Immobilie beseitigt ist. Damit rechnet Seniorchef Erich Rossow, der mit dem Abbruch beauftragten Firma aus der Nachbargemeinde.

Beim Abtragen des Hauses werde man mit beengten Platzverhältnissen klar kommen müssen: Die Lenne auf der einen Seite und die B236 auf der anderen lassen keine andere Lösung zu, weil der Verkehr auf der Hauptstraße nicht über das derzeitige Maß beeinträchtigt werden soll.

Nach und nach soll sich der Bagger nun durch die 80 Zentimeter starken Bruchsteinwände arbeiten, bis das Gebäude bis zum Straßenniveau abgetragen ist. Ein Rest des Gebäude wird lenneseitig als ehemaliger Keller erhalten bleiben. Rund 40 000 Euro wird der Abriss kosten.

Einer der wenigen Anwohner, die noch im unmittelbaren Bereich der Ruine leben, ist Hussein Cona mit seiner Familie. Er kam 1986 als Mieter zum Schwarzenstein und erinnert sich an ganz andere Verhältnisse. „Ein ganzer Bus voll Kinder“ sei damals allmorgendlich von der Werdohler Straße aus in Richtung Altena gefahren.

Heute stellt Cona mit seiner Familie eine von drei Parteien, die noch im nordwestlichen Bereich des Problemgebietes wohnen. „Die Schande von Altena“, nennt er den Schwarzenstein-Komplex und schüttelt den Kopf. „Was soll denn nun hier draus eigentlich werden werden?“

Cona hat eine Hälfte des Hauses Werdohler Straße 58 im Jahr 1993 gekauft und zwischenzeitlich renoviert. Links und rechts davon hat sich nicht viel getan. Im Haus 56 sei bis vor etwa fünf Jahren noch eine Wohnung bewohnt gewesen, jetzt aber steht auch dort alles leer und verfällt. Das Haus Nr. 60 auf der anderen Seite hat es seit gestern Nachmittag mit dem Abrissbagger zu tun. ▪ tk

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