Abriss und Neubau: Neue Pläne für Schmalenbach-Kolleg

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Verglichen mit dem jetzigen Sitz im alten Kreishaus wird das neue Kreisarchiv ein reiner Zweckbau. Die unteren drei Stockwerke sind fensterlos konzipiert, was aus archivarischer Sicht Vorteile bietet.

Altena - Das Eugen-Schmalenbach-Berufskolleg soll zum größten Teil abgerissen und durch einen kleineren Neubau ersetzt werden. Dort soll dann Platz entstehen für das Kreisarchiv, die Landeskundliche Bibliothek und das Medienzentrum.

Diese Lösung schlägt die Kreisverwaltung für eine Sitzung des Kreis-Bauausschusses vor, die am Mittwoch kommender Woche stattfindet. Sie soll verglichen mit zwei anderen Varianten die kostengünstigste sein und sich auch hinsichtlich Bewirtschaftung und Reinigung empfehlen. 

Dennoch ist im Beschlussvorschlag von Kosten in Höhe von 4,4 Millionen Euro die Rede. Die Summe verteilt sich auf 2,1 Millionen für den Abbruch und 2,3 Millionen für den Neubau. 

Wirtschaftlichste Lösung

Zum Vergleich: Eine Sanierung des vorhandenen Gebäudes (Baujahr 1960) hat die Kreisverwaltung auf 5,8 Millionen Euro beziffert; einen kleiner dimensionierten Teilabriss noch auf immerhin 4,7 Millionen Euro. 

Somit sei die in Variante 3 genannte Lösung die wirtschaftlichste und als Neubau auch am nachhaltigsten, wie es in der Beratungsvorlage für die Ausschussmitglieder heißt. Der Neubau soll eine Länge von 35 Metern aufweisen und fünf Geschosse umfassen. 

Drei Geschosse sind dabei als Archivfläche vorgesehen, ein Geschoss für das Tagesgeschäft von Kreisarchiv und Landeskundlicher Bibliothek sowie ein Geschoss für zusätzliche Büroflächen. Das ganze Projekt soll bis Ende 2019 abgeschlossen sein. 

Archivgeschosse ohne Fenster

Die Archivgeschosse sollen ohne Fenster errichtet werden, um das Raumklima konstant zu halten und schädliche Lichteinflüsse auszuschließen. Damit, so die Kreisverwaltung, könnten die Ansprüche an ein Archiv erstmals vollständig erfüllt werden. 

Wenn das Medienzentrum aus dem alten Krankenhaus an der Freiheitstraße zur Bismarckstraße umzieht, würden zudem am alten Standort Räume frei, die das Kunstdepot der Burgmuseen nutzen kann. Auf dem Grundstück an der Bismarckstraße verblieben dank der Variante 3 auch noch genügend Reserveflächen, „um auf künftige Entwicklungen reagieren zu können“, wie es in der Beratungsvorlage heißt. 

Der Kreistag hatte im November 2013 beschlossen, die am Eugen-Schmalenbach-Kolleg angesiedelten Ausbildungsgänge am zweiten Schulstandort in Halver zusammenzufassen. Das hiesige Gebäude soll nun bis Mitte Juli leer gezogen werden.

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