Abiprüfungen: Schüler und Lehrer am Burggymnasium erleichtert

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Schüler und Lehrer des Burggymnasiums sind froh, wenn die Abiprüfungen bald stattfinden.

Altena/Nachrodt-Wiblingwerde – Am Burggymnasium herrscht Erleichterung, dass die Abi-Prüfungen bald stattfinden sollen - bei Lehrern und Schülern.

Erleichterung ist nach der Entscheidung vom Freitag am Burggymnasium zu spüren: „Dass die Abiturprüfungen stattfinden sollen und vom 12. bis zum 25. Mai terminiert sind, begrüßen wir vom Burggymnasium sehr.“ Das sagt Stefan Rohde. Er ist Oberstufenkoordinator und gemeinsam mit der Schulleitung für die Reifeprüfungen der 116 jungen Leute zuständig. 

Aus vielen Gesprächen mit Schülern sei für das Kollegium erkennbar geworden, „dass alle sich möglichst in diesem Frühjahr den Prüfungen stellen wollen“. Das scheine – bei aller Vorsicht – mit der ins Auge gefassten Terminverlegung auch möglich. 

Zwar kenne man an der Schule die genauen Regelungen noch nicht, die Bildungsministerium Yvonne Gebauer erlassen habe, „doch gehen wir davon aus, dass es sogar dazu kommen könnte, dass wir Lehrer mit den jungen Leuten in der Schule noch einmal gemeinsam in Richtung Abiturvorbereitung arbeiten können“. 

Wahlmöglichkeit nicht sinnvoll

Dass die Prüfungen unter besonderer Berücksichtigung des Infektionsschutzes stattfinden müssten, sei allen Beteiligten bewusst. Die Gesundheit aller habe oberste Priorität. Der Stellungnahme der Ministerin habe man gestern entnommen, dass es eine Wahlmöglichkeit für ein Abitur mit oder ohne Prüfungen nicht geben wird. Am BGA hält man das für sinnvoll.

Es scheine jetzt sogar möglich, die Zeugnisausgabe zum regulären Termin stattfinden zu lassen, sagte Rohde zuversichtlich.

Auf heißen Kohlen sitzen die Zehntklässler. Dass die Zentralprüfungen stattfinden, ist wohl keine Frage mehr. Wohl aber die Umstände. „Wenn die Schulen geöffnet werden, finden die Prüfungen unter den normalen Bedingungen statt. Wenn nicht, werden die Schüler auf mehrere Klassen verteilt. Platz genug hätten wir. Aufsicht auch. Aber das ist noch Zukunftsmusik“, sagt Anne Rohde, Schulleiterin der Sekundarschule. 

Haus- ersetzt Schulunterricht nicht

7. Mai: Deutsch. 12. Mai Englisch. 14. Mai: Mathe. Die Zehntklässler, etwa 80 an der Zahl, haben bereits vor der Schulschließung Übungsmaterial mit nach Hause bekommen. „Die Schüler schicken die Lösungen an die Lehrer und besprechen alles per Mail“, sagt Anne Rohde. 

Die Lehrer, so sagt sie, stehen im engen Kontakt mit den Schülern – natürlich mit allen, nicht nur mit den Zehntklässlern. Und für alle gibt es auf der Homepage einen passwortgeschützten Zugang für alle Klassen und alle Fächer. Hinzu kommen Materialien für unterschiedliches Lernniveau. „Die Lehrer stehen im engen Kontakt zu den Schülern. Wir versuchen so viel Hilfe wie möglich zu geben."

"Aber der Hausunterricht kann den Schulunterricht nicht ersetzen“, weiß Anne Rohde, die ein dickes Lob an ihre Schüler daheim schickt: „Bei den Rückmeldungen sehen wir, dass die Schüler sehr fleißig sind.“ 

Warten auf Neuigkeiten

Für Schüler und Lehrer ist es auch eine Zeit des Durchhaltens und des Wartens auf Neuigkeiten der Bezirksregierung. „Ich habe mehrere Mail-Programme, mit denen ich arbeite. Und das Logineo, das das Land zur Verfügung stellt, ist immer das erste, das zusammenbricht“, sagt Anne Rohde schmunzelnd. Wenn alle gleichzeitig zugreifen, geht nichts mehr.

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