Am Burggymnasium in Altena

Abi-Prüfungen: Corona sorgt für gute Noten

Abi-Jahrgang 2021 bei den Motto-Tagen am Burggymnasium Altena
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Abi-Jahrgang 2021 am Burggymnasium Altena: Die Prüfungen sind geschafft.

Wegen Corona im Jahr 2021 nur ein Abitur zweiter Klasse? Diese Angst geht noch immer um. Am Burggymnasium macht man ganz andere Erfahrungen.

Altena – Die Abiturienten hätten den widrigen Bedingungen getrotzt, schreibt Schulleiter Hans-Ulrich Holtkemper in einem „Brief an die Schulgemeinde“. Er datiert von Mittwochmorgen (12. Mai), 40 der insgesamt 100 mündlichen Prüfungen waren abgeschlossen und bewertet. „Dabei haben 26 Schüler ein Ergebnis von zehn Punkten und mehr erreicht. Das entspricht der Note gut und besser“, schreibt der Schulleiter.

Modulwochen haben geholfen

Holtkemper glaubt, dass das sich abzeichnende gute Abschneiden des Abiturjahgangs auf Änderungen bei der Vorbereitung auf die Reifeprüfung zurückzuführen ist. Üblicherweise besuchen die Abiturienten bis zu den Osterferien die Schule. Dann haben sie etwa vier Wochen Zeit, sich zuhause auf die Klausuren vorzubereiten.

2021 ist das anders: Nach den Osterferien kamen die Schüler wieder in die Schule. „In Modulwochen konnten die Schüler sich dann ganz gezielt auf die Prüfungen vorbereiten. Das hat sich sehr bewährt“, berichtet Holtkemper. Fragen und Probleme, die während der Abiturvorbereitung in den Osterferien aufgetaucht seien, hätten so geklärt werden können.

Vorbereitungen auf Nachprüfungen laufen

Unterrichtet wurde in den Modulwochen ausschließlich in den Prüfungsfächern – und das intensiver als sonst. Auf sieben Wochenstunden häten es die Leistungskurse gebracht, sagt Holtkemper. Alle Neuigkeiten rund um die Corona-Pandemie im MK lesen Sie in unserem News-Blog

Nun fanden die letzten regulären Prüfungen statt. Ganz abgeschlossen ist das Abitur 2021 damit allerdings noch nicht: Bis Anfang Juli haben die Prüflinge die Möglichkeit der Nachprüfung, um ihre schriftlichen Noten zu verbessern. Sie müssen eine solche Prüfung ablegen, wenn sie zu wenige Punkte für das Bestehen des Abiturs erreicht haben oder ihre Note stark von ihrer Vorbenotung abweicht. Sie können sich aber auch freiwillig für eine Nachprüfung entscheiden, um ihren Abischnitt noch zu verbessern.

Abiturientin mit gutem Gefühl

Zu den Abiturienten, die in den vergangenen Wochen ihr Wissen am BGA unter Beweis stellen mussten, zählt die 17-Jährige Marlene Wolf. Sie hat am Mittwoch (12. Mai) ihre mündliche Prüfung absolviert und ist damit fürs erste mit den vier Fächern durch. „Die schriftlichen Prüfungen waren alle in Ordnung“, meint Marlene Wolf.

Insbesondere in Deutsch und Pädagogik, ihren beiden Leistungskursen, habe sie den Eindruck gehabt, dass Rücksicht auf die Situation in diesem Jahr genommen wurde. „Wir hatten mehr Auswahlmöglichkeiten, dadurch war für jeden etwas dabei“, sagt Wolf. Mit ihrer Klausur im Englisch-Grundkurs sei sie ebenfalls zufrieden gewesen. „Im Englisch-Leistungskurs sollen die Texte ziemlich schwer gewesen sein, habe ich von anderen gehört.“

„Ziemliche Probleme“ mit Mathe-Abi

Besonders schwer soll in diesem Jahr das Mathe-Abitur gewesen sein. Die Klausur hat Marlene selbst zwar nicht geschrieben, allerdings schonmit Mitschülern gesprochen, „die von ziemlichen Problemen erzählt haben“. Die 17-Jährige wartet nun auf ihre Ergebnisse und bereitet derweil ein Praktikum vor. Nach dem Abitur möchte sie Film und Sound studieren – in Dortmund oder in Köln.

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