Abgang nach 25 Jahren: Dieter Richter gibt Vorsitz der Verkehrswacht ab

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Der Vorstand mit seinem neuen Ehrenvorsitzenden: (v.l.) Günther Peterat, Axel Strüver, Dieter Richter, Martin Fellmer und Marita Jarendt.

Altena – Nach 25 Jahren endet eine Ära bei der Verkehrswacht. Dieter Richter gibt den Chefposten ab. Das ist der Neue.

Dieter Richter, der 25 Jahre lang die Geschicke des Vereins leitete, trat aus Altersgründen als Vorsitzender zurück. Leicht fiel es ihm nicht. 

Richter und die Verkehrswacht verbindet viel. Unzählige Stunden war er im Dienst der Verkehrssicherheit in den vergangenen Jahren unterwegs. „Verkehrssicherheit ist weiterhin extrem wichtig, das zeigen uns die Unfallzahlen“, sagte Dieter Richter. 

Besonders die Arbeit in den Schulen habe ihm immer viel Freude bereitet. „Die Arbeit mit den Kindern ist toll. Es ist so wichtig, dass die Kleinen Gefahren im Straßenverkehr erkennen“, betonte der Vorsitzende. Zudem sei es gerade in Altena so, dass die Verkehrserziehung einen wichtigen Stellenwert im Schulplan habe und vom Lehrpersonal anerkannt werde. 

"Es geht einfach nicht mehr"

So gerne er die Arbeit weiter machen würde, sein Alter spricht dagegen: „Ich bin jetzt 81 Jahre alt. Im fortschreitenden Alter weiß man nie, wie es weiter geht. Kurzum: Es geht einfach nicht mehr.“ 

Ein ordentlicher Übergang sei ihm aber wichtig. Umso glücklicher war er, in Martin Fellmer einen potenziellen Nachfolger präsentieren zu können. Dem Plettenberger sei die Verkehrssicherheit schon von Berufswegen ein Herzensanliegen. 

Der Fahrlehrer mit eigener Fahrschule habe täglich damit zu tun. „Wir müssen mit der Verkehrswacht nach vorne, wir brauchen mehr Mitglieder. Außerdem haben wir viel vor. Allerdings muss ich in das Amt erst hineinwachsen“, sagte Fellmer. 

Einstimmig wählten die Anwesenden ihn zum neuen Vorsitzenden. Die Erleichterung war groß, denn nun ist sicher, dass die Arbeit fortgesetzt wird. 

Richter bleibt am Ball

Und Dieter Richter? Der wird weiterhin aktiv bleiben – so lange es geht. Die Mitglieder ernannten ihn am Abend spontan zum Ehrenvorsitzenden. „Ich werde den Verein immer weiter unterstützen. Das steht außer Frage“, betonte Richter. 

Für Fellmer wird es keine leichte Aufgabe, die Verkehrswacht zu führen. Richter berichtete in seinem Geschäftsbericht erneut von sinkenden Mitgliederzahlen. Und auch die finanziellen Mittel seien begrenzt. „Wir haben quasi keine Spendeneingänge mehr. Früher haben wir immer mal Gelder vom Gericht bekommen, beispielsweise wenn ein Verkehrssünder ein Bußgeld zahlen musste. Heute geht das fast alles ans Kinderhospiz“, erklärte Richter. 

Zugleich werde die Arbeit der Verkehrswacht nicht weniger, sagte Richter. Zahlreiche Aktionen und Schulungen standen unter anderem im vergangenen Jahr auf dem Programm. Richter betonte: „Verkehrsunfälle sind vermeidbar. Verletzte im Straßenverkehr sind kein allgemeines Lebensrisiko. Ihre Anzahl zeigt Jahr für Jahr, welche hohe Bedeutung die Verkehrssicherheitsarbeit hat."

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