Neues Kreisarchiv: Schon die ersten Probleme

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Altena – „Das Unternehmen, das das ehemalige Eugen-Schmalenbach-Kolleg in Altena abreißen soll, setzt uns drauf. Da ist noch nichts passiert.“ Das räumte vor den Politikern des Bau- und Straßenausschusses des Märkischen Kreises Manfred Fischer vom Gebäudemanagement der Kreisverwaltung ein.

 Die Politiker tagten im Feuerwehrgerätehaus auf Rosmart. „Wir haben dem Unternehmen jetzt eine letzte Frist gesetzt. Die Arbeiten sollten bis zum 27. Juni beginnen. Sonst werden wir den Vertrag kündigen“, sagte der Mitarbeiter der Kreisverwaltung zum zeitlichen Ablauf des geplanten Neubaues für das Kreisarchivs im Herzen von Altena. 

Sollte es zum Rücktritt vom Vertrag kommen, müsste der Kreis die gesamte Maßnahme neu ausschreiben. Fischer: „So etwas würde den Zeitplan gewaltig durcheinanderbringen. Das kann schnell ein halbes Jahr kosten.“ 

Die planungsrechtlichen Probleme, die Kreis und Stadt Altena bei der Umsetzung der Baumaßnahme wegen des komplizierten Baurechtes hatten, streifte der Gebäudemanager nur kurz. Es gebe eben unterschiedliche Wege, um zu einem Ziel zu kommen. Fischer weiter: „Der Ausschuss für Stadtentwicklung Altena tagt am 3. Juli. In der 38. Kalenderwoche tritt dann der Rat zusammen. Stimmen beide Gremien unserem beiderseitigen Kompromiss zu, das Gebäude auf der Grundlage eines vorhaben bezogenen Bebauungsplanes zu errichten, könnte der Baubeginn noch in diesem Jahr erfolgen. Vermutlich wäre das dann die 49. Kalenderwoche.“

 Altena und der Kreis hätten sich nach vielen Gesprächen und Abwägungen letzten Endes auf dieses einstufige, vereinfachte und damit verkürzte Verfahren geeinigt. Das beinhalte deutlich weniger Prozessschritte, was der Fertigstellung sicherlich entgegenkomme. Die Gesamtmaßnahme mit einem Volumen von mehr als 5,2 Millionen Euro, teilt der Kreis in Einzelgewerke auf. „Es gibt keinen Generalunternehmer“, kündigte der Gebäudemanager an. Dadurch umgehe man zum einen eine europaweite Ausschreibung und erhöhe die Chancen, dass sich heimische Unternehmen um die entsprechenden Ausführungen bewerben könnten. Mit der Gesamtfertigstellung des neuen Gebäudekomplexes rechnet der Kreis „etwa zum Jahreswechsel 2020/2021. Allerdings nur, wenn uns die Winter keinen Strich durch die Rechnung machen“, so Fischer weiter. 

Immer wieder gab es in der Öffentlichkeit Kritik am vorgestellten Baukörper. Fischer erinnerte daran, dass das neue Gebäude weniger als zwei Drittel der Fläche einnehmen werde, als das bisherige Schulgebäude. „Und wie ist das mit Lärm? Muss die Bundesstraße während der Zeit gesperrt werden? Dürfen überhaupt noch Züge fahren?“ Diese von SPD-Kreistagsmitglied Dobbin Weiß gestellten Fragen konterte Fischer: „Jede Baumaßnahme verursacht Lärm. Das lässt sich nicht vermeiden. Und nein. Es gibt weder Straßen- noch Schienensperrungen.“

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