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Ab September: Im Lenne-Intercity mit Nahverkehrsticket bis Dortmund

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Von: Volker Heyn

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Fabrikneue Elektrotriebzüge vom Typ Flirt 3 XL vom Schweizer Fahrzeughersteller Stadler werden auf der neuen Regionalexpress-Linie 34 fahren. Das Foto von Firma Stadler zeigt ein Modell des Flirt 3XL noch mit Abellio-Lackierung, Die Fahrzeuge, die ab Ende des Jahres eingesetzt werden, sind baugleich mit den bereits auf anderen Linien des Landes verkehrenden Zügen.
Fabrikneue Elektrotriebzüge vom Typ Flirt 3 XL vom Schweizer Fahrzeughersteller Stadler werden auf der neuen Regionalexpress-Linie 34 fahren. Das Foto von Firma Stadler zeigt ein Modell des Flirt 3XL noch mit Abellio-Lackierung, Die Fahrzeuge, die ab Ende des Jahres eingesetzt werden, sind baugleich mit den bereits auf anderen Linien des Landes verkehrenden Zügen. © Stadler

Ab September erkennt auch der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr Nahverkehrstickets auf der Intercity-Linie durchs Lennetal von und nach Dortmund an und ab Ende 2022 wird definitiv der angekündigte Regionalexpress 34 zusätzlich auf der Lenneschiene fahren.

Diese beiden Mitteilungen sind jetzt in einer gemeinsamen Erklärung der Verkehrsverbünde Westfalen-Lippe NWL und Rhein-Ruhr VRR mit der Deutschen Bahn Fernverkehr verbreitet worden.

Ein Grund für die Verbesserungen für Kunden im Nahverkehr ist die Sperrung der A45-Brücke. In der Presseerklärung heißt es: „Seit Dezember 2021 ist die Bundesautobahn A 45 nördlich von Lüdenscheid in beiden Fahrtrichtungen aufgrund von massiven Brückenschäden dauerhaft gesperrt. Durch den gesperrten Autobahn-Abschnitt kommt es zu erheblichen verkehrlichen Einschränkungen, insbesondere auf der Achse Dortmund – Hagen – Siegen.“

Beitrag „zur Entlastung der Straßen“

Die Verkehrsverbünde und die Deutsche Bahn Fernverkehr wollen den Verkehr in der Region „in Teilen entzerren und einen Beitrag zur Entlastung der Straßen leisten“.

Ab September 2022 werden die Nahverkehrsfahrkarten in Zügen der Intercity-Linie 34 (Frankfurt – Siegen – Dortmund – Münster) um den Abschnitt Letmathe – Dortmund erweitert. Die Bahn erkennt im IC 34 die Nahverkehrstickets des NWL auf dessen Gebiet (also zwischen Dillenburg und Letmathe) schon seit Start dieser Linie Ende vergangenen Jahres an. Ab September 2022 bis Dezember 2026 wird die Tarifanerkennung auch für den weiteren Linienverlauf bis Dortmund erweitert.

Für hiesige Bahnfahrer über Dortmund hinaus ist neu: Künftig werden im Abschnitt Witten – Dortmund zusätzlich auch Tickets des VRR anerkannt.

Nicht freigegeben für Abschnitt Dortmund - Münster

Ab September 2022 können Nahverkehrskunden also den IC 34 auf der Ruhr-Siegstrecke von und bis nach Dortmund nutzen. Neben WestfalenTarif und VRR-Tarif umfasst die Freigabe ohne Aufpreis auch die Nutzung mit räumlich und zeitlich gültigen Tickets des NRW- und Deutschlandtarifs. Die Freigabe gilt für alle IC 34-Leistungen, die von und nach Dortmund fahren. Nicht freigegeben sind die Züge im Abschnitt Dortmund – Münster. Für die Fahrradmitnahme gelten die Regelungen des Fernverkehrs der Deutschen Bahn, hierzu sind eine entsprechende Fahrradkarte und Reservierung vor Reiseantritt erforderlich.

Wie bereits berichtet ist schon lange geplant, die Linie des IC 34 um einen Regionalexpress RE 34 zu erweitern. In der Presseerklärung heißt es dazu: „Da die Ausweichstraßen parallel zur Autobahn den Mehrverkehr kaum bewältigen können, ist von VRR und NWL ab Ende 2022 geplant, mit der neuen Regionalexpress-Linie RE 34, die den Linienweg Dortmund Hbf – Witten – Letmathe- Finnentrop – Siegen haben wird, das Angebot im Nahverkehr weiter zu verbessern.“

Der neue RE soll alle zwei Stunden verkehren

Die geplante neue RE-Linie soll alle zwei Stunden verkehren und somit das Angebot der Intercity-Linie Münster – Dortmund – Siegen – Frankfurt auf demselben Laufweg verdichten. Es besteht Anschluss von Siegen nach Hagen, Bochum und Essen auf den RE16 von Iserlohn – Hagen – Essen in Letmathe. Die neue Linie wird mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2022 starten.

Auf der neuen Linie werden fabrikneue Elektrotriebzüge vom Typ Flirt 3 XL vom Fahrzeughersteller Stadler eingesetzt, diese Züge hätten einen „hohen Qualitäts- und Komfortstandard“. Die beiden Verkehrsverbünde und die Deutsche Bahn sind mit ihrer Arbeit für die Bürgerinnen und Bürger jedenfalls zufrieden: „Durch diese Maßnahmen entsteht ein integriertes Angebot von Nah- und Fernverkehrszügen zwischen südlichem Westfalen und östlichem Ruhrgebiet, das weiter zur verkehrlichen Entlastung der Region beitragen wird.“

Die Verbesserungen im Nahverkehr rund um die Ruhr-Sieg-Strecke im Überblick

Durch die Einführung der Linie RE 34 kann die Reisezeit zwischen Sauerland, Siegerland und dem Ruhrgebiet über das Einfallstor Dortmund künftig deutlich verkürzt werden. Von Siegen nach Dortmund geht es circa 15 Minuten schneller ab Mitte Dezember 2022, 20 Minuten schneller voraussichtlich ab Frühjahr 2023.

Der neue Regionalexpress 34 ersetzt auf dem Abschnitt Iserlohn-Letmathe – Siegen den bisherigen RE 16. Die Reiseketten Siegen – Hagen und Siegen – Essen bleiben durch Anschlüsse in Iserlohn-Letmathe sowie Witten an den RE 16 weiterhin erhalten. Der RE 34 bedient auch weiterhin alle bestehenden Halte des RE 16 zwischen Iserlohn-Letmathe und Siegen.

Auf dem Abschnitt Essen – Iserlohn verkehrt der RE 16 weiterhin. Die durch das nicht mehr notwendige Flügeln (Trennen/Vereinigen von Zugteilen) eingesparte Zeit führt zu einer Beschleunigung der Relation Essen/Hagen – Iserlohn in beiden Richtungen um etwa fünf Minuten.

Zudem bietet die Linie RE 34 Anschlüsse in Finnentrop an die RB 92 von und nach Olpe, sodass die Reisezeit Olpe - Dortmund um 30 Minuten verkürzt wird und zugleich nur noch einmal umgestiegen werden muss. Zwischen Finnentrop und Olpe wird außerdem die aktuelle Bedienzeit der RB 92 um zwei Stunden auf 23.19 Uhr ausgeweitet, so dass Attendorn und Olpe auch am Abend von den neuen Verbindungen profitieren.

In Siegen werden in beiden Richtungen direkte Anschlüsse zum RE 99 nach Frankfurt am Main sowie zum RE 9 nach Köln und Aachen hergestellt.

Am Abend wird das Angebot zwischen Hagen und Siegen durch einzelne zusätzliche Fahrten der bisherigen RB 91 mit Halt an allen Stationen abgerundet.

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