Zurück an die Öffentlichkeit für private Kunstsammlung

Mit diesem Poster wird auf die Aachener Ausstellung aufmerksam gemacht. Sie läuft vom 12. März bis zum 21. Juni.

Altena -  Eine Sammlung, von der man lange nichts gehört oder gar gesehen hat, rückt wieder in den Mittelpunkt des Interesses: Die Rede ist von der privaten Kunstsammlung des ehemaligen Landrates Fritz Thomée.

Im renommierten Suermondt-Ludwig-Museum in Aachen wird die Präsenation derzeit vorbereitet. „Sammlerglück – 100 Meisterwerke der Sammlung Marks-Thomée“ wird dann ab dem 12. März in Aachen zu sehen sein. Die Stücke wurden zum letzten Mal in den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts zusammenhängend gezeigt. Unter Kennern genießen die Exponate aus dem Hause Thomée übrigens einen hervorragenden Ruf. „Es ist eine der besten Renaissance-Sammlungen Deutschlands“, fasst Thomas Fusenig zusammen, der Kurator der Aachener Ausstellung. Dass sie wieder zusammengeführt wurde, ist Dr. Werner Marks zu verdanken, einem Enkel Fritz Thomées. Die „Sammlerglück“-Schau wird Skulpturren zeigen, Gemälde und auch kunsthandwerkliche Arbeiten von hohem Rang. „Die Sammlung gilt unter Spezialisten als eine Legende“, sagt Thomas Fusenig. Um das Jahr 1910 herum habe der frühere Landrat damit begonnen, neben seinen Bemühungen um die Exponate für das Burgmuseum auch in privatem Rahmen besondere Stücke zu sammeln. Vieles von dem, was Thomée erwarb, zierte seinen Haushalt am Dienstsitz an der Bismarckstraße. Hier residierte Thomée bis zum Jahr 1927.

Dokumentiert ist die Sammlung in einem Bestandskatalog, der im Jahr 1931 publiziert wurde. Die Fotos fertigte damals das renommierte Bildarchiv Marburg an, das zur Philipps-Universität gehörende deutsche Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte.

In Aachen wird die „Sammlerglück“-Präsentation bis zum 21. Juni zu sehen sein. Namhafte Autoren arbeiten derzeit an Texten für den Ausstellungskatalog. Den Stellenwert der Sammlung können Fachleute auch daran ermessen, dass die Ausstellung anschließend ins ebenso hoch angesehene Bode-Museum in Berlin wechseln wird. - Von Thomas Keim

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