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Gesperrte A45: Polizei überwacht Ausweichstrecken im MK 

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Von: Janine Tokarski, Ines Engelmann

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Problematische Ecke: Weil Fahrzeuge auf der Rahmedestraße vorfahrtsberechtigt sind und die Fahrer vom Hemecker Weg lange warten müssen, um abzubiegen, staut sich der Verkehr im Berufsverkehr oft extrem am Hemecker Weg, seitdem die A 45 gesperrt ist. Die Polizei kontrolliert dort regelmäßig.
Problematische Ecke: Weil Fahrzeuge auf der Rahmedestraße vorfahrtsberechtigt sind und die Fahrer vom Hemecker Weg lange warten müssen, um abzubiegen, staut sich der Verkehr im Berufsverkehr oft extrem am Hemecker Weg, seitdem die A 45 gesperrt ist. Die Polizei kontrolliert dort regelmäßig. © Goor-Schotten, Hilde

Die A45 bleibt über Monate voll gesperrt. Das daraus resultierende Verkehrschaos ist groß und wird von der Polizei kontrolliert.

Altena/Nachrodt – Die Kreispolizei ist nach der Sperrung der A45 im Dauereinsatz. Doch nicht nur Lüdenscheid steht im Fokus, sondern auch in Altena und Nachrodt wird auf den Ausweichstrecken kontrolliert.

„Die Kollegen verlagern sich dahin, wo Probleme sind“, sagt Christof Hüls, Sprecher der Kreispolizei im MK. Und die gibt es auf einigen Strecken in beiden Kommunen. So gebe es zum Beispiel regelmäßige Kontrollen am Großendrescheid. Vor allem morgens und am späten Nachmittag, wenn der Berufsverkehr über die Umleitungsstraßen rollt, sei die Kreispolizei vor Ort. Zu den sehr beliebten Ausweichrouten zählt auch der Hemecker Weg. Dort staut es sich regelmäßig zu den Stoßzeiten weit zurück, weil die Fahrer oft lange warten, um am Ende des Hemecker Wegs nach links oder rechts auf die vorfahrtsberechtigte Rahmedestraße abbiegen zu können. Anwohner tun sich in diesen Zeiten schwer, überhaupt zu ihren Wohnungen zu gelangen. Vertreter der Stadt fordern daher dort wie berichtet eine Ampel, damit der Verkehr besser fließt.

Polizei überwacht Ausweichstrecken wegen gesperrter A45

Wie stark der Hemecker Weg – eine teils sehr schmalen Verbindungsstraße mit Tempolimit 30 – derzeit genutzt wird, zeigte sich bei einer Polizeikontrolle am Mittwoch. Beamte blitzten dort zunächst von 7.46 bis 12.10 Uhr, 598 Fahrzeuge passierten in der Zeit die Messstelle. Bei der zweiten Messung an diesem Tag von 15.15 bis 20 Uhr waren es sogar 1564 Fahrzeuge. So viel Verkehr wie üblicherweise – ohne Vollsperrung der A 45 – an mehreren Tagen.

Erstaunlich: Einem Fahrer gelang es am Nachmittag trotz viel Verkehr, richtig Gas zu geben. Mit 78 km/h erwischte die Polizei ihn am Hemecker Weg. Mehr als doppelt so schnell wie erlaubt durch die 30er-Zone bedeutet, dass der Fahrer seinen Führerschein abgeben muss. Die Bilanz insgesamt: 149 Temposünder wurden am Mittwoch am Hemecker Weg geblitzt. Sie nutzten die staufreien Phasen am Tag allzu sehr aus. Morgens und gegen Abend geht es dort nämlich derzeit oft nur in Schrittgeschwindigkeit voran.

Schulen und Kindergärten im Blick: Polizei überwacht Ausweichstrecken im MK

Auch schutzwürdige Bereiche wie die Umgebung von Kindergärten oder Schulen kontrolliert die Polizei derzeit besonders stark. „Wir sind in vielen Schichten und mit vielen Fahrzeugen unterwegs“, sagt Hüls. Dennoch reiche das Personal nicht aus, um jede Anliegerstraße zu kontrollieren.

Die Ordnungshüter legen ihren Schwerpunkt derzeit neben Geschwindigkeitskontrollen auch auf die Einhaltung der Fahrverbote, um Anwohner zu entlasten. Immer mehr Betroffene schildern der Polizei, dass vor allem Lkw Fahrverbote ignorieren und versuchen durch Wohnsiedlungen an ihr Ziel zu gelangen. „Aber viele Straßen sind einfach ungeeignet für größere Fahrzeuge“, weiß Hüls. Und das führt zu noch mehr Verkehrsbehinderungen. Davon können die Nachrodter und Wiblingwerder ein Lied singen. Auf der L692 gibt es ein Lkw-Fahrverbot – das regelmäßig missachtet wird. Am Abend der Sperrung der A45 brach daraufhin das Chaos aus. Der Anstieg zwischen Rennerde und Großenhahn wurde durch die zahlreichen Fahrzeuge, durch Laster, die das Fahrverbot missachteten und durch eine glatte Fahrbahn wieder einmal zum Nadelöhr.

Gesperrte A45: Umwege mit Verbesserungspotenzial

Damit der Verkehr besser rollt, regelt nun eine Pförtner-Ampel an der Anschlussstelle Lüdenscheid-Nord der A45 den Zufluss ins Lüdenscheider Stadtgebiet. Auf der Umleitungsstrecke wurde die Straße Im Grund zur Vorfahrtsstraße umgewandelt, sodass sich der Verkehr aus Altena nun in den abbiegenden Verkehr einordnen muss.

Am Wochenende war eine merkliche Entspannung auf den Umleitungen zu spüren. Viele Pendler haben sich mittlerweile auf die A45-Sperrung eingestellt. Wer kann, fährt einen großen Bogen drum herum. Auch deshalb entspannt sich die Lage derzeit etwas. Hüls: „Die Verkehrsströme haben sich einigermaßen erholt und verteilt, aber der Verkehr muss nun mal irgendwo hin.“ Vor allem im Berufsverkehr wird es weiterhin Stau geben.

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