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A45 gesperrt: Schwertransport kämpft sich durch MK

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Von: Ines Engelmann

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Eine sechs Meter lange Glühhaube wurde per Schwertransport von Pilling aus Altena nach Österreich gebracht.
Eine sechs Meter lange Glühhaube wurde per Schwertransportaus dem MK nach Österreich gebracht. © Thomas Bender

Eine rund sechs Meter lange Glühhaube musste nach Österreich geliefert werden. Dorthin kämpfte sich ein Schwertransport aus dem MK über Umwege. Die gesperrte A45 macht das alles extrem kompliziert.

Altena – Die Sperrung der A 45 hat nicht nur Auswirkungen auf Auto- und Lkw-Fahrer: Schwertransporte werden durch die marode Rahmedetalbrücke noch komplizierter als üblich. Das musste jetzt die Firma Pillig erfahren: Der Transport des ersten Bauteils einer rund sechs Meter langen Glühhaube der Altenaer Firma Pilling ins österreichische Suben erforderte einigen Mehraufwand.

„Die Fahrer mussten einen Riesenumweg fahren, weil die A 45 gesperrt ist“, sagt Pilling-Betriebsleiter Thomas Theofel. Eigentlich sollte für den Schwerlasttransport in Richtung Österreich die Sauerlandlinie genutzt werden. Das geht nun nicht mehr. „Es ist mittlerweile nicht mehr so einfach aus Altena heraus zu kommen. Um das Kino kommen wir nicht herum, also bleibt uns nur eine Richtung: die nach oben“, sagt Theofel und ist dankbar darüber, dass nicht er das planen muss, sondern darauf spezialisierte Spediteure die Routen festlegen.

Nach Österreich: Estmal ging‘s gen Norden

Damit allein ist es aber nicht getan: Für den Transport der Glühhaube mussten zwischen dem Pilling-Stammsitz in der Nette und der A46 unzählige Halteverbotsschilder aufgestellt werden. Es ging nämlich über die Ihmerter Straße und dann durch Hemer in Richtung Iserlohn. Auf der A46 bewegte sich der Schwertransport dann in Richtung Hagen und weiter auf die A 45 – aber nicht etwa in Richtung Süden, sondern gen Norden.

Am Autobahnkreuz Dortmund Nordwest wechselte der Transport dann auf die A2 nach Oberhausen, dann ging es weiter auf die A 3 in Richtung Frankfurt und schließlich über die A 5 und A 6 nach Österreich. Am Freitag kam der erste Teil der Glühhaube endlich in der Gemeinde Suben in Österreich an. Fünf Tage hatte es gedauert, bis die Lieferung am Ziel war.

Zweiter Transport steht noch aus

Nachdem nun das erste Bauteil sicher in Österreich angekommen ist, wird derzeit der zweite Transport geplant. Denn die einzelnen Bauteile der Glühhaube sind so groß, dass sie nicht in einem Stück geliefert werden kann. Ein genaues Datum für den zweiten Schwertransport steht laut Theofel derzeit noch nicht fest. Sicher ist, dass er im Januar beim Kunden in Österreich ankommen soll.

Sobald dies geschafft ist, kommt noch einmal die Firma Pilling zum Zug, berichtet Theofel: „Dann werden mindestens zwei unserer Monteure nach Österreich fahren, um dort die Bauteile zusammen zu bauen. Dafür planen wir rund vier Tage ein.“ Damit die Monteure auch arbeiten können, werden sie Hilfsmittel wie Arbeitsbühnen brauchen, die vor Ort ausgeliehen werden müssen.

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