Stadtwerke: Jahresabschluss

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Blau markiert zwar den starken Mann, trotzdem muss gelb es richten: Nur mit Gas machen die Stadtwerke Gewinn.

ALTENA -  Die Stadtwerke Altena blicken auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2013 zurück.  Bei einem Umsatz von 14 Mio. Euro wurden ein Gewinn von 813 000 Euro erwirtschaftet.

Das berichteten Aufsichtsratsvorsitzender Helmar Roder und Geschäftsführer Marc Bunse am Donnerstag bei der Bilanzpressekonferenz des Unternehmens.

Bei einem Umsatz von 14 Mio. Euro wurden ein Gewinn von 813 000 Euro erwirtschaftet – 600 000 Euro davon fließen in den städtischen Bäderbetrieb, den Rest bekommt Mark-E als zweiter Anteilseigner. Vorgetragene Fehlbeträge aus den vergangenen Jahren seien damit im Bäderbetrieb nahezu komplett abgebaut, berichtete Bunse – gut für die Zukunft des Dahler Bades.

Und zwar gerade mit Blick auf das laufende Jahr: 2014 wird der Gewinn der Stadtwerke (und damit auch die Abführung an den Bäderbetrieb) drastisch zurückgehen, Bunse erwartet einen Gewinn von nur noch rund 150 000 Euro. Das liegt an den Schwierigkeiten der Enervie – den Stadtwerken gehören gut vier Prozent der Aktien des Stromerzeugers. Für 2012 zahlte der noch eine Dividende, die 2013 bei den Stadtwerken einging und deshalb in das Jahresergebnis einfloss.

Für 2013 gibt es für die Enervie-Aktionäre nichts, dementsprechend fällt 2014 ein hoher Einnahmesposten weg. Die Stadt hat die Mark-E Anteile in den 90-er Jahren an die Stadtwerke verkauft, dafür musste das Unternehmen Kredite aufnehmen. „Zins und Tilgung müssen wir natürlich auch in diesem Jahr zahlen, auch wenn die Anteile uns dann nichts einbringen werden“, sagte Bunse. Hinzu kommt, dass in der ersten Jahreshälfte 2014 der Gasverkauf um etwa 25 Prozent zurückging – Folge des milden Winters, den Bunse „echt ätzend“ findet.

Gas muss es nämlich richten bei den Stadtwerken, mit Wasser ist nach wie vor kein Geld zu verdienen. Erstmals wurden weniger als ein Million Kubikmeter verkauft. Gut 100000 Euro Verlust mache diese Sparte jährlich, berichtet der Geschäftsführer. Durch „strukturelle Verbesserungen“ wie etwa das rollierendere Abrechnungsverfahren versuche das Unternehmen, den Verlust in Grenzen zu halten. Das scheint auch zu gelingen: „Wir arbeiten effizient“, betont Bunse und verweist auf entsprechende Benchmarks.

Zuletzt hat er errechnet, dass jeder Stadtwerkemitarbeiter einen Umsatz von 660000 Euro erwirtschaftet – das ist Platz zehn unter den 32 Stadtwerken in Südwestfalen.

Die Stadt bekommt zwar nichts ab vom Gewinn, profitiert aber trotzdem: 630000 Euro Gewerbesteuer und Konzessionsabgabe zahlte das Unternehmen 2013.

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