50 000 Euro für die Physik

ALTENA - Der Chemieraum des Burggymnasiums ist nach der Renovierung auf dem neusten Stand. Dass dort das Lernen jetzt mehr Spaß macht, weil mit Whiteboard, RJ 45-Anschlüssen, Internet, Medienliften und beweglichen Tischen die Voraussetzungen ideal sind, davon konnten sich gestern die Mitglieder des Schul-, Sport- und Kulturausschusses überzeugen.

„Das haben wir alles beschlossen?“, fragte CDU-Ratsherr Josef Auwermann scherzhaft als er sich umblickte. Und Hans-Ulrich Holtkemper, kommissarischer Leiter der Schule erwiderte: „Das war ein guter Beschluss.“

Dann besichtigte der Ausschuss die Physikräume. Und danach wurde klar, dass auch dort etwas passieren muss, damit junge Leute nach heutigen Standards unterrichtet werden können. Beide Räume sind zuletzt vor 40 Jahren renoviert worden. In dem einen sind nur Vorlesungen möglich: treppenförmig angelegte, enge Tischreihen, eine Tafel und ein Fernseher mit DVD-Player. Für praktische Übungen müssen die Schüler in den anderen Raum wechseln. Da gibt es dann Probleme mit der Belegung. Dennoch sei der Übungsraum „ordentlich eingerichtet“, wie Physiklehrer Heinz Schneider erklärte. Er beschrieb auch kurz, wie sich die Schule den Vorlesungsraum nach der Renovierung vorstellt: „Der neue Physikraum sollte in etwa so aussehen wie der Chemieraum. Wir nehmen auch die RJ 45-Anschlüsse.“ Und das Whiteboard sei schon da, berichtete Holtkemper, ein bewegliches, damit es nach Bedarf in beiden Räumen genutzt werden kann. Die Verwaltung hat sich natürlich auch mit der Neugestaltung des Physikraumes beschäftigt und eine abgespeckte Version erarbeitet. Die Kosten hierfür: 50 000 Euro.

Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein verdeutlichte nochmal, dass der Stadt wegen des Nothaushaltes enge Fesseln verordnet seien. Aber: „Es ist ja keine Luxusausgabe, den Physikraum zu renovieren, sondern notwendig.“ Hier werde kein Geld zum Fenster rausgeworfen, sondern in die Attraktivität des Schulstandortes investiert. ▪ kre

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