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„45 Gute Gründe“: Tourismuskampagne des Kreises „ist gut angelaufen“

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Von: Bettina Görlitzer

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Die Plakate zur Tourismuskampagne des Märkischen Kreises mit der Burg Altena als Motiv hängen an vielen Stellen im Ruhrgebiet. Unter anderem am Lütgendortmunder Hellweg in Dortmund.
Die Plakate zur Tourismuskampagne des Märkischen Kreises mit der Burg Altena als Motiv hängen an vielen Stellen im Ruhrgebiet. Unter anderem am Lütgendortmunder Hellweg in Dortmund. © Erkens/Märkischer Kreis

Werbung für den Märkischen Kreis: Ein – trotz der großen Verkehrsprobleme – positives Bild bei Touristen und auch Einheimischen vermitteln sollen eine Tourismuskampagne und das Storytelling „Geschichten aus dem Märkischen Kreis“.

Über den Stand der Projekte informierte am Dienstagabend Detlef Krüger, Fachdienstleiter Kultur und Tourismus beim Märkischen Kreis, die Mitglieder des Kreiskulturausschusses, der im Festsaal der Burg Altena tagte.

„Wir machen nicht nur Tourismus, sondern Lebensraummanagement“, beschrieb Krüger die Situation. Erfolgreich angelaufen sei die Tourismuskampagne „45 Gute Gründe für den Märkischen Kreis“, unter anderem mit Plakaten und Videos. Jeder, der für den Kreis werben möchte – beispielsweise auch Firmen auf der Suche nach Fachkräften – könne sich melden und das Material nutzen. Im Oktober werden dann kurzfristig geschaut, ob es noch Mittel gibt, um auch sogenannte Indoor-Aktivitäten für die kalte Jahreszeit zu bewerben. Die Aktion findet im Austausch mit vielen weiteren Akteuren der Region statt, denn „wir brauchen eine Kommunikationsstrategie aus der Region heraus“, die die positiven Seiten darstelle, so Krüger. „Die Sperrung der A45-Rahmedetalbrücke trifft uns mit aller Kraft. Hinzu kommen all die anderen Probleme.“

Story-Telling-Projekt des Kreises

Bis zum Jahresende soll zudem das Story-Telling-Projekt „Geschichten aus dem Märkischen Kreis“ mit fiktiven, aber historisch korrekten Erlebnisberichten aus der Geschichte des Kreises sowie über historische Persönlichkeiten abgeschlossen sein. Zwei erste Geschichten seien aus aktuellem Anlass bereits verfügbar.

Kreisdirektorin Barbara Dienstel-Kümper berichtete über eine „Hausaufgabe“, die noch aus der vergangenen Wahlperiode stammte. So galt es, nach dem Brexit eine neue Partnerschaft im englischsprachigen Raum der EU zu finden. Dienstel-Kümper erzählte den Ausschussmitgliedern, dass „völlig überraschend“ im Juli die Nachricht aus dem County Waterford in Irland eingetroffen sei, dass die dortigen Kreistagsabgeordneten bereits einer Partnerschaft mit dem Märkischen Kreis zugestimmt hätten.

Partnerschaft mit Wrexham zurückgefahren

Zu den Hintergründen erläuterte die Kreisdirektorin, dass die Partnerschaft mit dem walisischem Wrexham von der Verwaltung auf britischer Seite bereits stark zurückgefahren worden sei. Mit dem Austritt Großbritanniens aus der EU entfallen zudem mögliche EU-Förderungen für Austausch-Projekte. Der Kontakt nach Waterford sei durch Vermittlung der deutschen Botschaft in Dublin zustande gekommen. Gesucht wurde nach einem Kreis mit möglichst vielen Gemeinsamkeiten.

Im März 2021 habe es eine Videokonferenz mit Verantwortlichen aus dem County Waterford und dem Märkischen Kreis gegeben. Dabei schickte die Kreisverwaltung einen Bericht nach Irland, in dem der Märkische Kreis vorgestellt und die Gemeinsamkeiten mit Waterford herausgestellt wurden. Überraschend war die nun erfolgte positive Rückmeldung aus Irland deshalb, weil es seit diesem Bericht zunächst über eine Jahr lang keinen Kontakt mehr gegeben habe.

Delegation soll eingeladen werden

Nach dem euphorischen Bericht der Kreisdirektorin beschlossen die Mitglieder des Kulturausschusses einstimmig, die Verwaltung zu beauftragen, das Verfahren zur Begründung einer Partnerschaft mit Waterford weiterzuführen. So soll als nächstes eine Delegation aus Irland in den Märkischen Kreis eingeladen werden. Schwerpunktthemen der Partnerschaft sollen Jugend, Bildung und Sport, Wirtschaft und Tourismus werden.

Projekt „45 Gute Gründe für den Märkischen Kreis“

Mit der Social-Media- und Plakatkampagne „45 Gute Gründe“ möchte der Märkische Kreis trotz der Sperrung der Autobahn 45 Touristen und Tagesgäste aus dem Ruhrgebiet in die Region locken. Dafür wirbt er mit den Sehenswürdigkeiten, Vorzügen und Freizeitmöglichkeiten der Region. Dafür wurden drei Fotomotive ausgewählt mit Bezug auf das siebenteilige Roadmovie rund um die Filmfamilie Weiland, die aus dem Ruhrgebiet mit ihrem Auto nach Rimini startet, im Märkischen Sauerland strandet und statt in Italien einen aktionsreichen Urlaub im Sauerland verlebt. Neben der Dechenhöhle in Letmathe und einem Picknick mit Alpakas, ist eines der Motive auch die Burg Altena. In der Höhenburg über der Lenne befindet sich nicht nur die weltweit älteste Jugendherberge, sie ist auch das Wahrzeichen des Märkischen Kreises. Mit dem Roadmovie setzt der Fachdienst Kultur und Tourismus des Märkischen Kreises auf die Kraft der Bilder und der Emotionen. Daher wurden die Vorzüge des Sauerlands in eine Geschichte rund um die Filmfamilie Weiland verpackt. Die neuen Folgen werden auf dem Youtube-Kanal des Märkischen Sauerlands jeweils sonntagmorgens freigeschaltet. Hinzu kommen 45 Youtube-Kurzfilme zu den Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten. Weitere Informationen zudem Tourismus-Projekt online unter www.maerkisches-sauerland.com/45/.

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