650 Euro an die Staatskasse:

32-Jähriger bestiehlt seinen Arbeitgeber

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Justizia ist nicht blind.

Altena - Zunehmend fließend wurden für einen heute 32-jährigen Altenaer die Grenzen zwischen seinen eigenen Werkzeugen und dem Eigentum des Elektroinstallationsbetriebes, bei dem er arbeitete. Im Amtsgericht Altena gab er zu, dass die Grenze zum Diebstahl bei einem Bohrhammer, einem Akkuschrauber und einem Industriestaubsauger deutlich überschritten war.

Gefunden wurde das Lager, in der sich jede Menge Werkzeuge befanden, durch einen Zufall: Wegen Unbewohnbarkeit musste das Haus an der Bahnhofstraße, in dem der Angeklagte wohnte, im September geräumt werden. Neben den bereits genannten Gegenständen fand die Polizei weitere Werkzeuge und große Mengen von Installationsmaterialien. Der gesamte Fund ging zunächst an die Elektrofirma zurück. Die Anklage ging zunächst von einem Gesamtschaden von 10000 Euro aus, den der Angeklagte im Zeitraum zwischen September 2016 und September 2017 angerichtet haben sollte.

10 000 Euro Gesamtschaden vermutet

Davon war aber in der Verhandlung keine Rede mehr. „Ein Teil dieser Gegenstände war Eigentum des Angeklagten“, erklärte Verteidiger Heiko Kölz. „Teils war das meins, teils nicht“, gab der 32-Jährige kurz und knapp eine unbestimmte Zahl von Diebstählen zu. Vor Gericht hätten die Eigentumsverhältnisse nun mühsam geklärt werden können. Doch die Juristen gingen einen anderen Weg: Es machte im Ergebnis des Strafverfahrens keinen großen Unterschied, ob sich der Angeklagte möglicherweise mehr als drei Werkzeuge dauerhaft unter den Nagel reißen wollte. Der Verteidiger verwies darüber hinaus auf bestehende Unklarheiten hinsichtlich der Besitzverhältnisse: „Die Gegenstände standen für seine Arbeit nach wie vor zur Verfügung.“ Dem Angeklagten wurde auch zugutegehalten, dass die unrechtmäßig angeeigneten Werkzeuge und Materialien an den Eigentümer zurückgegangen waren.

Fahren ohne Führerschein

Zweimal war der Altenaer darüber hinaus ohne Fahrerlaubnis am Steuer eines Autos erwischt worden, was in das Urteil mit einging: Richter Dirk Reckschmidt verurteilte den derzeit arbeitslosen Angeklagten zu einer Gesamtgeldstrafe von 65 Tagessätzen zu je zehn Euro.

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