Überschuss erwirtschaftet: Altena kann Schulden abbauen

Altena - Das Jahr 2016 war ein gutes für die Finanzen der Stadt Altena. Das hat der Rat am Montagabend ganz offiziell festgestellt, als er den Jahresabschluss für 2016 absegnete und dem Bürgermeister Entlastung erteilte.

2.231.305,25 Euro – das war die wichtigste Zahl, die Michael Neuhaus von der Märkischen Revision den Ratsmitgliedern vorstellte. Das ist der Überschuss, der 2016 erwirtschaftet und in der Bilanz ausgewiesen wurde. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbedarf reduzierte sich dadurch auf immer noch stattliche 8,7 Mio. Euro. Damit ist die Burgstadt nach wie vor überschuldet.

Altenas Pro-Kopf-Verschuldung ist einerseits immer noch die höchste im gesamten Kreis, andererseits gelang es 2016, die Verbindlichkeiten von 84 auf 80 Millionen zu reduzieren. Dass das Folgewirkungen hat, machte der Finanzbericht deutlich, den Kämmerer Stefan Kemper in jeder Ratssitzung vorstellt. Danach lagen die Zinsaufwendungen im Jahr 2017 rund 44.000 Euro unter dem Haushaltsansatz.

Normalerweise kann Kemper Ende des ersten Quartals einigermaßen belastbare Angaben über den Jahresabschluss des Vorjahres machen. Dass das in diesem Jahr anders ist, hat einerseits mit einer Anfang des Jahres erfolgten Umstellung der städtischen Finanzsoftware zu tun. Andererseits hinkt das Finanzamt hinterher, was die Berechnung der Gewerbesteuer angeht. Nach wie vor fehlen die endgültigen Zahlen für eine Handvoll größerer Betriebe.

Damit seien die Zahlen für 2017 „noch nicht griffig“, sagte Kemper den Kommunalpolitikern. Der Etat 2017 geht von einem Überschuss von 370.000 Euro aus. Kemper listete einige Verbesserungen auf: Für Straßenunterhaltung wurden 143.000 Euro weniger ausgegeben als geplant, auch die Unterhaltung der städtischen Gebäude blieb hinter dem Haushaltsansatz zurück.

Als besonders erfreulich bewertete es der Kämmerer, dass das Budget für die Jugendhilfe 2017 nicht überschritten wurde – das war in den Vorjahren oft anders.

Verschlechterungen gab es unter anderem bei der Pflege der Grünanlagen, für die 14.000 Euro mehr ausgeben wurden, als geplant.

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