2500 Tonnen Bauschutt auf Bierbach-Fläche / Angebot für Abfuhr liegt vor

Trümmer sollen verschwinden

Freier Blick auf das Haus Lennestein: Das war nicht möglich, als die Firma Bierbach noch stand. Die Überreste werden demnächst abgefahren.
+
Freier Blick auf das Haus Lennestein: Das war nicht möglich, als die Firma Bierbach noch stand. Die Überreste werden demnächst abgefahren.

2500 Tonnen Bauschutt auf der Bierbach-Fläche: Das ist schon eine Hausnummer. Ein Angebot zur Abfuhr liegt vor - und dann geht es um Zukunftsvisionen.

Altena – Es werden wohl noch einige Tage vergehen, dann tut sich wieder etwas auf dem Grund und Boden der ehemaligen Firma Bierbach an der Werdohler Straße, von der nach dem Abriss nur noch Schuttberge zeugen: Die Stadt hatte im Jahr 2018 die Fläche an der B 236 erworben, die in Zusammenhang steht mit dem weitaus größeren Brachen-Komplex am Schwarzenstein: Das ehemalige VDM-Werk, das noch steht, mehr und mehr verfällt. Es geht um insgesamt rund 40 000 Quadratmeter Fläche.

Entscheidung noch nicht getroffen

Zum Bierbach-Areal, in Sichtweite zum Lennestein, macht man sich in der Stadtverwaltung Gedanken um etwa 2500 Tonnen Bauschutt. Ein Angebot zur Abfuhr liegt mittlerweile vor, berichtet Roland Balkenhohl, Abteilungsleiter für Bauen und Planen der Stadtverwaltung. Es werde derzeit geprüft. Sobald der Auftrag vergeben sei, werde die Abfuhr beginnen.

Eine Entscheidung, wie das günstig gelegene Gelände weiter genutzt werden soll, ist noch nicht getroffen. Aber dies ist einer der Punkte, über den sich die Digitalarbeiter aus ganz Deutschland Gedanken machen sollen, die seit diesen Tagen im Rahmen des sechsmonatigen Projekts „Summer of Pioneers“ in der Burgstadt leben und arbeiten.

Teure Altlasten-Entsorgung

Die „Fraktionen“ des abgebrochenen Firmengebäudes seien nach Material und Schadstoffklassen getrennt worden. Einiges könne vor Ort bleiben und zum Beispiel im Straßenbau später wieder eingesetzt werden, anderes Material müsse auf spezielle Deponien abgefahren werden.

In der Firma Bierbach waren über weit mehr als 100 Jahre Schrauben produziert worden, unter großem Einsatz von Öl. Eine „mittlere sechsstellige Summe“ hat die Stadt laut Bürgermeister Uwe Kober (CDU) für den Abriss samt Altlasten-Entsorgung veranschlagt. Das gilt allerdings nur für die Bierbach-Brache. Das ehemalige VDM-Gelände ist weitaus größer. Dort wird das Aufräumen wohl deutlich teurer.

Gegründet wurde die ehemalige Firma Bierbach im Jahr 1855 von J. Georg Bierbach. Zwei Mal drohte die Insolvenz – und das Unternehmen sollte sich letztlich nicht erholen. 2006 gab es einen Neustart als „Bierbach Verbindungstechnik“. 2014 erwarb Geschäftsführerin Ricarda Giese die Firma, die danach als „Gebi Verbindungstechnik“ firmierte. Mitte 2015 war dann klar, dass das Unternehmen nicht überleben würde. Wichtige Kunden waren abgesprungen. Die Schließung war unvermeidbar geworden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare