MVG passt Fahrplan an

B 236-Sperrung: Bis zu 50 Kilometer lange Umwege

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Das ist erlaubt: Von Altena aus dürfen LKW über den Kohlberg und dann weiter nach Werdohl fahren.

ALTENA - Wenn am Montag die mehrwöchige B 236-Sperrung  in Altena beginnt, müssen sich die Anwohner auf Schwierigkeiten einstellen. Manche müssen morgens einen bis 50 Kilometer langen Umweg einplanen, die MVG hat ihre Fahrpläne angepasst.

Wenn am Montag die Baumfällarbeiten am Winkelsen beginnen, wird die B 236 zunächst oberhalb der Zufahrt zum Finanzamt gesperrt – der Winkelsen bleibt damit von Altena aus zu erreichen. Problematisch ist diese Situation vor allem für die Anwohner der Häuser, die an der Werdohler Straße oberhalb des Schwarzenstein-Komplexes liegen – sie müssen weite Umwege fahren, wenn sie in die Innenstadt wollen. Anlieger des Buchholz sind nur bei Fahrten in Richtung Werdohl betroffen: Zurück geht es für sie wegen der angekündigten Sperrung an der Einmündung Buchholzstraße/B236 nur über den Kohlberg und dann durch die Nette.

Für die übrigen Verkehrsteilnehmer hält sich der Aufwand in Grenzen – zumindest dann, wenn sie PKW-Fahrer sind. 14,7 Kilometer sind es laut Google Maps vom Markaner bis zur Werdohler Innenstadt, wenn man die Bundesstraße nutzt. Als Umleitung bieten sich die Routen über den Kohlberg (18,4 Kilometer) und den Hemecker Weg (17,4 Kilometer) an – auf beiden Strecken ist in den kommenden Wochen sicherlich mit erhöhtem Verkehrsaufkommen zu rechnen.

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Die offizielle Umleitung für Lkw führt über Lüdenscheid – damit verdoppelt sich die Fahrtstrecke für diese Fahrzeuge. Allerdings: Sie dürfen auch über den Kohlberg fahren – aber nur aus Richtung Altena kommend. In der Gegenrichtung ist diese Strecke wegen der Gefällstrecke vor der Dahler Dorfmitte für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen gesperrt.

Viel dramatischer wird die Situation, wenn die Sperrung in Richtung Altena wandert, also der Abschnitt zwischen der Firma Bierbach und der Winkelsen Brücke dicht ist. Auf Facebook schildert eine Betroffene, die am Winkelsen arbeitet, was das dann für sie und ihren Mann bedeutet: Er bringe sie morgens auf dem Weg zu ihrer Arbeitsstelle und fahre dann weiter nach Lüdenscheid, wo er beschäftigt sei. Demnächst gehe es morgens von Altena über den Hemecker Weg und Werdohl zum Winkelsen und dann zurück nach Werdohl, um von dort endlich nach Lüdenscheid zu gelangen. Das bedeute einen Umweg von rund 50 Kilometer pro Tour.

Hier finden Sie den Sonderfahrplan der MVG

Über 200 Menschen müssen jeden Morgen zum Winkelsen und nachmittags wieder zurück: 110 Mitarbeiter hat das Finanzamt, die Lehrwerkstatt wird täglich von rund 60 Auszubildenden besucht, hinzu kommen die Beschäftigten von Saleen. „Bei uns im Haus ist praktisch jeder Kollege betroffen. Die Begeisterung hält sich in Grenzen,“ schilderte gestern Friedo Vorderbrück, der Pressesprecher des Finanzamtes. Die Mehrzahl aller am Winkelsen Beschäftigten reist aus Richtung Altena an, viele davon mit dem Bus – auf sie wartet im zweiten Bauabschnitt eine wahre Odyssee. Die MVG hat bisher nur für die erste Stufe – also für die, die am Montag beginnt – Pläne entwickelt. An den Umleitungen für den zweiten Abschnitt werde noch gearbeitet, sagte MVG-Pressesprecher Jochen Sulies gestern. Übrigens: Zu Fuß geht’s im zweiten Bauabschnitt auch – festes Schuhwerk und gute Kondition vorausgesetzt. Wer am Breitenhagener Friedhof in den Drahthandelsweg einsteigt, erreicht nach kurzer Zeit den Abzweig eines Pfades, der in Serpentinen talwärts führt und auf einen Wirtschaftsweg zum Winkelsen stößt. Die Wegstrecke beträgt etwa einen Kilometer, es sind rund 50 Höhenmeter zu überwinden.

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