21-Jähriger aus Altena schlägt und bedroht Polizeibeamte

ALTENA ▪ Auch eine alkoholbedingte Gedächtnislücke konnte einen 21jährigen Altenaer nicht vor einer deutlich spürbaren Bestrafung schützen.

Das Amtsgericht verurteilte den jungen Mann jetzt nach Jugendstrafrecht wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidigung und Bedrohung zu vier Wochen Dauerarrest und stolzen 250 Sozialstunden. Begründung: Der Angeklagte soll am 15. November vergangenen Jahres vor einer Altenaer Gaststätte zuerst einen anderen Mann, später Polizeibeamte übel beleidigt haben. Den Mann soll er darüber hinaus noch geschlagen und getreten haben. Vor Gericht gab der 21-Jährige an, sich nicht mehr an diesen Vorfall erinnern zu können, da er Alkohol zu sich genommen hatte. Dieses Verfahren wurde letztlich im Hinblick auf einen weiteren Vorwurf eingestellt.

Danach diesem zweiten Vorwurf soll sich der Altenaer am 5. September 2009 trotz Platzverweises geweigert haben, den Bereich der Burg Holtzbrinck zu verlassen. Als die Polizei den Angeklagten wiederholt vom Platz entfernen wollte, soll der 21-Jährige in Richtung der Beamten getreten und sie beleidigt und bedroht haben. Unter anderem mit Worten wie: „Ich steck‘ dir meine Pistole in den Mund.” Auch an dieses Geschehen konnte sich der junge Mann vor Gericht nicht mehr erinnern. Allerdings wusste er noch, dass er vorher mit Kumpels im Park abgehangen und viel Alkohol getrunken hatte. Nach eigenen Angaben ließ er knapp 30 kleine Schnäpse seine Kehle herunter rennen. Tatsächlich hatte ein durchgeführter Alkoholtest einen Wert von zwei Promille ergeben.Inzwischen habe sich sein Alkoholkonsum jedoch deutlich verringert. Er habe daraus gelernt. Sein letztes Bier sei drei Wochen her, und Schnaps hätte er in diesem Jahr noch nicht getrunken.

Vor Gericht nutzte ihm die Einsicht am Ende nichts. Schließlich akzeptierte der 21-Jährige, der angab, ohne Alkohol nicht aggressiv zu sein, das Urteil noch vor Ort. ▪ jana

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