Reh steht jetzt im Winterwald

Mitglieder der Ratsfraktionen informierten sich im Burgaufzug über Veränderungen an insgesamt drei Stationen. Sie sollen dazu dienen, das Ausflugsziel attraktiv zu halten.

Altena - Es kommen deutlich mehr Besucher als die knapp 50 000, die zur Kostendeckung des Burgaufzugs erforderlich wären. Deshalb konnte eine Rücklage gebildet werden, mit deren Hilfe jetzt Veränderungen an drei Stationen vorgenommen werden konnten.

Dass immer mal wieder neue Ideen präsentiert werden müssen, um den Aufzug attraktiv zu halten, war von Anfang an klar. Am Montag zeigte Roland Balkenhol Vertretern der Ratsfraktionen, was in den vergangenen Monaten ersonnen und umgesetzt wurde.

Zum einen ist jetzt Winter im Burgaufzug. Passend zur Jahreszeit springt das Reh in dem Sagen-Tor über Schreck, Angst und Anschlag durch den Schnee. Eine Station weiter, an der „Living surface“ mit den Fischen, bedeckt jetzt (eher dünnes) Eis das Wasser.

Für beide Stationen seien neue, winterliche Filme produziert worden, erklärte Balkenhol den Politikern. Im Frühjahr werde einfach umgeschaltet – dann lebt das Reh wieder in einem sommerlichen Wald.

Weitgehender sind die Veränderungen an der letzten Station, die interaktiv ist und den Besucher einbezieht, Er zählt wird die Sage der beiden Riesen, die am Hünengraben zu Tode kamen, weshalb die Lenne seitdem einen weiten Bogen durch den Kleff machen muss. Dazu gibt es zum einen einen kurzen Videoclip auf einem neu installierten (und natürlich feuerfest eingepackten) I-Pad, das mit einer Kamera gekoppelt ist: Die Besucher können sich sozusagen in die Szene begeben und darin fotografieren lassen. Entweder lassen sie sich das Bild dann an der Kasse ausdrucken (was zwei Euro kostet) oder sie senden es sich zum Nulltarif an ihre eigene E-Mail-Adresse.

Wie an allen anderen Stationen kann man sich auch an dieser die Sage in voller Länge erzählen lassen. „Wir haben mit den Aufnahmen wieder die bewährten Schauspieler beauftragt“, erklärte Balkenhol. Billig war das alles nicht: Der städtische Abteilungsleiter sprach von Gesamtkosten von etwa 160000 Euro.

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