Pflegeheim: Warten auf grünes Licht

Vom einstigen Freibad ist nicht mehr viel zu sehen. Die Abrissbagger haben hier schon ganze Arbeit geleistet.
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Vom einstigen Freibad ist nicht mehr viel zu sehen. Die Abrissbagger haben hier schon ganze Arbeit geleistet.

In Ochtrup im Kreis Steinfurt steht man in den Startlöchern, aber der Startschuss fällt noch nicht. Die Firma La Vida Projekt GmbH hat das Gelände des ehemaligen Linscheidbades gekauft und Pläne geschmiedet. Hier soll ein Pflegeheim entstehen, das 80 Plätze bieten wird. Die Pläne sind aus Architektensicht fertig, berichtet Heinz-Gerd Feseker, Architekt und Geschäftsführer der La Vida.

Altena – Im Januar hatte es im Stadtentwicklungsausschuss noch geheißen, dass die Bauarbeiten möglicherweise schon in diesem Sommer beginnen können, daraus aber wurde nichts. „So schnell geht es nicht“, stellt Heinz-Gerd Feseker fest. „Dass das Vorhaben zudem nicht auf der grünen Wiese geplant ist, macht es nicht einfacher“, sagt er mit Blick auf die ehemalige Nutzung als Freibad. Er warte noch auf ein paar Genehmigungen. „In ein paar Wochen werden wir die wohl auf dem Tisch liegen haben“, sagt er. Dann werde man recht schnell mit dem Bau beginnen können. „Ob wir aber ein paar Tage vor Weihnachten anfangen...?“ Das lässt der Architekt mit Blick auf den nahenden Winter offen.

Die Hoffnung Fesekers auf zeitnahe Genehmigungen stützt Stadtplaner Roland Balkenhol: „Städtebaulich ist alles korrekt“, kommentiert er das Vorhaben. Das Investitionsvolumen kann sich im Übrigen sehen lassen: Der Projektleiter nennt eine Summe von 15 bis 16 Millionen Euro, die man am Linscheider Bach in die Hand nehmen will.

Plätze werden gebraucht

Der Neubau wird nach den Planungen sehr langgestreckt sein, länger als die ehemalige Jugendherberge gegenüber. Sowohl am südlichen Ende des Geländes (etwa da, wo einst der Eingang des Freibades war) als auch am nördlichen Ende soll es Parkplätze für Besucher und Mitarbeiter geben.

Mitte des Jahres 2020 hatte die Stadt der La-Vida-Projekt GmbHein ein Verkaufsangebot für die Fläche unterbreitet – man wurde sich einig. Der Bau eines weiteren Pflegeheims kommt auch der Stadt sehr gelegen.

Da der Anteil der über 70-Jährigen in der Burgstadt stark zunimmt, werden nach Angaben des Märkischen Kreises rechnerisch 220 Altenpflegeplätze benötigt. Tatsächlich vorhanden sind im Ellen-Scheuner-Haus, dem einzigen Altenheim in Altena, aber nur 100 Plätze. 80 weitere im ehemaligen Linscheidbad würden die Not lindern, wenn auch immer noch weitere Plätze fehlen.

Der Bauantrag für das Vorhaben am Linscheider Bach liege im Übrigen im Rathaus vor, berichtet Roland Balkenhols Nachfolger Andreas Krischker. „Er wird derzeit geprüft.“ Was noch aussteht, ist eine Stellungnahme der Heimaufsicht und eine wasserrechtliche Genehmigung, weil auf dem künftigen Baugelände ein Bach verläuft. Dieses Dokument muss vom Märkischen Kreis ausgestellt werden.

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