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Ehemaliges Freibad Linscheider Bach: Baustart für 15-Millionen-Altenheim

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Von: Volker Heyn

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Das Altenheim wird parallel zur Straße Linscheider Bach relativ lang gestreckt gebaut, es liegt im Großen und Ganzen im Bereich des ehemaligen Beckens, dessen Stirnwand noch zu sehen ist. 	Foto: Heyn
Das Altenheim wird parallel zur Straße Linscheider Bach relativ lang gestreckt gebaut, es liegt im Großen und Ganzen im Bereich des ehemaligen Beckens, dessen Stirnwand noch zu sehen ist. Foto: Heyn © Heyn

Die beiden Geschäftsführer der La Vida Projektgesellschaft aus Ochtrup lassen keinerlei Zweifel daran, dass sie bis Ende 2023 eine stationäre Altenpflegeeinrichtung auf das Gelände des ehemaligen Freibads Linscheider Bach gestellt haben werden. Heinz-Gerd Feseker und Michael Heiden sagten auf Nachfrage im persönlichen Gespräch mit unserer Redaktion, dass der Baubeginn unmittelbar bevorstehe und alle Genehmigungen vorlägen.

Altena - Seit Anfang 2019 ist bekannt, dass sich die Projektgesellschaft in Altena engagieren möchte. Der Verkauf des Geländes von der Stadt an die La Vida ging 2020 über die Bühne. Das Unternehmen versteht sich als ein Gesamtanbieter im Bereich der vollstationären Altenpflege mit Planung, Bau und Betrieb. Zuletzt im Oktober 2021 bekräftige Architekt Heinz-Gerd Feseker, dass bald alle Genehmigungen vorliegen würden.

Entstehen soll ein langgestrecktes Gebäude, länger als die ehemalige Jugendherberge gegenüber. Sowohl am südlichen Ende des Geländes im Bereich des ehemaligen Eingangs als auch am nördlichen Ende soll es Parkplätze für Besucher und Mitarbeiter geben. Geplant ist ein Gebäude für 80 Bewohnerinnen und Bewohnern nach modernsten Standards.

In den vergangenen Tagen hat eine von La Vida beauftragte Baufirma damit begonnen, den verrohrten Linscheider Bach freizulegen. Der Bach verläuft parallel zur Straße. Der Bach wird auf einer Länge von etwa 80 Metern geöffnet und mit Böschungen und Ufern renaturiert. Feseker sagte, dass das nichts mit der Hochwasserkatastrophe vor einem Jahr zu tun habe. Die Forderungen der Unteren Wasserschutzbehörde beim Märkischen Kreis seien von Beginn an so gewesen. In den nächsten Tagen werde der Bach provisorisch auf dem Gelände umgeleitet, dann der neue Bachlauf gestaltet und anschließend das Wasser in sein neues Bett gelassen. Feseker: „Wenn das fertig ist, wird es sehr schön aussehen.“ Das soll in etwa acht Wochen der Fall sein.

So soll das Altenpflegeheim auf dem Gelände des ehemaligen Freibads entlang der Straße Linscheider Bach aussehen.
So soll das Altenpflegeheim auf dem Gelände des ehemaligen Freibads entlang der Straße Linscheider Bach aussehen. © La Vida Projekt GmbH

Die Baugemehmigung und die Zulassung durch die Heimaufsicht lägen seit einiger Zeit vor, seit mehr als einer Woche werde auf dem Grundstück gebaggert. Parallel zur Bachbettung werde der riesige Schuttberg aus Resten des Schwimmbeckens mit einem Brecher aufgearbeitet. Die Stirnwand des Beckens muss noch abgerissen werden, auch dieser Beton muss zerkleinert werden. Am südlichen Ende wird eine Kanalisation neu errichtet. Sobald der Baugrund vorbereitet ist, soll mit der Gründung des Gebäudes begonnen werden.

Feseker und Heiden hoffen, dass noch in diesem Jahr Keller und Kellerdecke fertig würden. Den Winter gelte es einzubeziehen, für die gesamte Bauzeit rechnen die beiden mit 15 bis 18 Monaten. Ende 2023 soll das Altenpflegeheim fertig sein.

Parallel zur Straße verläuft der Linscheider Bach verrohrt, er wird in den nächsten  Wochen komplett freigelegt und renaturiert.
Parallel zur Straße verläuft der Linscheider Bach verrohrt, er wird in den nächsten Wochen komplett freigelegt und renaturiert. © Heyn

Trotz der enormen Preissteigerungen der vergangenen zwölf Monate und den weiter zu erwartenden Erhöhungen in der Baubranche sind die La-Vida-Chefs absolut sicher, dass sie erfolgreich sein werden. Man sei so potent, dass Preissteigerungen bei dem in Altena geplanten Volumen von 15 Millionen Euro getragen werden können. Das Unternehmen habe derzeit sieben bis acht Projekte dieser Größenordnung gleichzeitig in Bau oder in Planung. Heinen: „Wir können das vertragen.“

Wer sich von der Ernsthaftigkeit der Westfalen überzeugen möchte, schaut auf deren Internetpräsenz: Gebaut wird in Alpen-Veen das Seniorenzentrum Haus Rosemarie, das Seniorenzentrum am Geester Bahnhof, das Seniorenzentrum an den Wallgärten in Metelen und das Seniorenzentrum am Hase-See im Bramsche.

Bald wird dort auch die Altenaer Baustelle zu sehen sein.

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