1200 Menschen umzingeln das Krankenhaus und demonstrieren

ALTENA - 1200 Menschen haben am Abend eine Kette um das Krankenhaus gebildet und so ihren Protest gegen die geplante Umwandlung in eine Reha-Klinik zum Ausdruck gebracht. Die erste große Aktion gegen die Pläne der Kirche sei damit ein Erfolg, erklärte anschließend Dr. Andreas Hollstein für das Aktionsbündnis „Rettet das Altenaer Krankenhaus“.

Wie ein Lauffeuer hatte sich die Nachricht von der Protestaktion den ganzen Tag lang in der Stadt verbreitet, und zwar auch und gerade unter jungen Menschen. Nicht nur in den Schulen wurde (meist von Schülern) für die Demo geworben, sondern auch in von Jugendlichen frequentierten Netzwerken im Internet.

Auch deshalb waren aus mancher Familie gleich drei Generationen gekommen, um sich für das Krankenhaus zu engagieren. Manch einer hatte echte Probleme, weil es im weiten Umkreis kaum noch Parkplätze gab. Dass Patienten und Mitarbeiter sich über dieses deutliche Zeichen freuten, war an der Bornstraße deutlich sichtbar.

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1200 protestieren vor dem St. Vinzenz-Krankenhaus in Altena

Freundlich unterstützt wurde die Aktion von Polizei und Feuerwehr, eilig zusammengetrommelte Ordner versuchten, die Aktion zu koordinieren. Ganz gelang ihnen das nicht: Während sich an einigen Stellen die Menschen in Dreierreihen drängten, klafften anderswo Lücken in der Schlange. Rein rechnerisch hat‘s aber gepasst: 900 Menschen hätten nach Berechnungen des Aktionsbündnisses schon ausgereicht, um eine Menschenkette von St. Matthäus zum Krankenhaus und dann über die Steinstraße und die B 236 zurück zur Kirche zu bilden.

Viele Demonstranten hatten Kerzen mitgebracht. Entzündet wurden sie dann, als die Kette gebildet war, wobei die erste Flamme vom Ewigen Licht in der Kirche St. Matthäus gespendet wurde – ein überaus symbolträchtiger Akt.

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