NRW-Radtour sorgt für Aufsehen

Auch ganz kleine Räder waren dabei. Dafür waren sie aber weltmeisterlich geschmückt. - Fotos: Keim

Altena -  Das war eine Hitze-Etappe: Mit geschätzten 1200 Fahrern hat die NRW-Radtour am Freitag in der Burgstadt Station gemacht. Der Tross war von Lüdenscheid gekommen und nach einer Mittagsrast auf der Burg nach Iserlohn und schließlich nach Hagen weitergezogen.

Auf dem Bungern wurde angesichts des großen Besucherstroms der Platz knapp. Eigentlich hatte Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein vor gehabt, die Gäste dort zu begrüßen – weil die Gruppe aber früh eintraf und sich ebenso früh zerstreute und in Richtung Stadt und Burg strömte – „die hatten alle Durst“ – änderte der Ratsvorsitzende seine Pläne.

Unter den Teilnehmern waren 25 Karten für den Burgaufzug verlost worden. Die sammelte Dr. Hollstein und zog mit ihnen durch die Stadt zum Empfangsgebäude, wo es im Stollen dann noch eine exklusive Führung für die NRW-Radler gab. Sichtlich genossen die Freizeitsportler hier die angenehmen 14 Grad im Inneren des Berges. „Sehr schön kühl hier“, freute sich eine Teilnehmerin. „Habe ich zu viel versprochen?“, fragte der Bürgermeister zurück.

Auf der Wulfsegge angekommen, nahm nicht nur sommerliche Hitze, sondern auch ein proppevoller Burghof die Radler in Empfang. Mittelalterliche Klänge der Gruppe Alavia aus dem Kreis Mettmann schallten durch die alten Mauern, Gaukler und Stelzenläufer Christianus sorgte mit fantasievollen Kostümen und manchem Scherz für Kurzweil und die Castellani de Altena in sechsköpfiger Besetzung als Burgwache für die Sicherheit der Besucher. Zwar gab es etliche Verpflegungsstände mit kühlen Getränken und heißer Suppe, aber insbesondere bei der Essensausgabe war es kaum zu vermeiden, dass sich Schlangen bildeten.

Um 9.30 Uhr waren die Radler in Lüdenscheid aufgebrochen, um von der gegenwärtigen in die frühere Kreisstadt zu fahren. Zur Mittagszeit begrüßten Landrat Thomas Gemke und Bürgermeister Dr. Hollstein die Teilnehmer gemeinsam. „Die Region hat mehr zu bieten als nur eine Mittagspause“ stellte der Landrat fest. Seine dringende Empfehlung: „Kommen Sie wieder!“ Gemke stellten den 1000 Gästen kurz die Rolle der Burg und das besondere Merkmal der ältesten Jugendherberge der Welt vor.

Die Vorzüge der Region stellte auch der Bürgermeister heraus: „Hier sind 140 Weltmarktführer zu Hause“, sagte er und machte darauf aufmerksam, dass 18 Prozent der Welt-Drahtproduktion aus der Burgstadt kommen. Auch für die Fahrradindustrie werde hier natürlich Draht gefertigt. „Behalten sie unser schönes Land im Herzen und kommen Sie wieder“, wünschte sich auch der Bürgermeister. Einige Minuten nach 13.30 Uhr bot sich der Stadt ein beeindruckendes Bild. War der große Radlertross noch in zwei Gruppen in der Stadt eingetroffen, sollte er sie „an einem Stück“ wieder verlassen. - Thomas Keim

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