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Waschmaschine: Braucht es die 60-Grad-Wäsche noch?

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Die 60-Grad-Wäsche ist oft unnötig.

Lange Zeit war die 60-Grad-Wäsche bei Unterwäsche und Handtüchern gang und gäbe. Aber ist diese Faustregel heutzutage überhaupt noch zeitgemäß?

Waschen Sie Ihre Wäsche immer noch ständig auf 60 Grad? Besonders bei Kleidung und Handtüchern, die stärker verschmutzt sind, war es schließlich lange Zeit üblich, höhere Temperaturen zu wählen. Das hat sich in den letzten Jahren gewandelt.

60-Grad-Wäsche: Darum ist sie in den meisten Fällen unnötig

Dank neuer Technologien arbeiten Waschmaschinen mittlerweile viel energiesparender und säubern auch bei niedrigeren Temperaturen die Wäsche problemlos. So weist das Bundesumweltamt daraufhin, dass moderne Waschmittel schon bei 30 Grad porentief rein waschen und Temperaturen von 20, 30 oder 40 Grad deshalb völlig ausreichen. Obendrein lohnt sich diese Vorgehensweise auch noch für Ihren Geldbeutel: Wenn Sie mit 40 Grad statt 60 Grad waschen, sparen Sie sich bereits 50 Prozent der Stromkosten ein. Ist die 60-Grad-Wäsche deshalb nun überflüssig geworden? Nicht ganz.

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In diesen Fällen ist eine 60-Grad-Wäsche unabdingbar

Generell sollte Verbrauchern nämlich bewusst sein, dass die Waschmaschine Keimen und Bakterien ein perfektes, feuchtes und warmes Milieu bietet, das ihnen als Lebensraum dient. Allein deshalb ist es schon empfehlenswert ein- bis zweimal im Monat bei 60 Grad zu waschen, wie Dirk Brockmühl, Professor für Hygiene und Mikrobiologie an der Hochschule Rhein-Waal in der Zeitschrift "Good Health" (Ausgabe 1/2020) erklärt. Nur so würden krankmachende Organismen zuverlässig getötet.

Allerdings weist der Experte auch darauf hin, dass gesunde Menschen mit intaktem Immunsystem es mit dem Waschen bei heißen Temperaturen nicht übertreiben müssen. Es sei sehr unwahrscheinlich, sich über die Waschmaschine anzustecken. Nur bei Personen, deren Abwehrkräfte eingeschränkt sind, ist Vorsicht geboten: bei Babys, Schwangeren, Senioren oder Menschen mit Immunschwäche in etwa. Auch bei ansteckenden Krankheiten, die unter den Bewohnern umgehen - wie zum Beispiel Durchfall - ist demnach eine regelmäßige 60-Grad-Wäsche empfehlenswert.

Zudem sollte laut Brockmühl in dieser Situation ein Waschpulver mit Bleiche verwendet werden. Auf Hygienespüler können Sie hingegen verzichten, da diese gegen Erreger wie Darmbakterien meist nichts ausrichten - ebenso wie ein Öko-Waschprogramm. Hier seien die Temperaturen meist unter 60 Grad, weshalb Bakterien sich davon nicht abschrecken lassen.

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